Leere Schulklasse (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Bodo Schackow)

Krebserregende Stoffe PCB-Belastung: Hockenheimer Schüler ziehen in Container

Schon länger sind erhöhte PCB-Werte am Hockenheimer Schulzentrum bekannt - vor allem an der Hartmann-Baumann-Schule. Doch der krebserregende Weichmacher konnte bisher nicht entfernt werden.

Obwohl die betroffenen Flächen mehrmals gereinigt und die Räume gelüftet wurden, konnten die PCB-Werte nicht ausreichend gesenkt werden, so ein Stadtsprecher. Die zulässigen Grenzwerte von maximal 300 Nanogramm pro Kubikmeter Luft seien deutlich überschritten, erklärt Rektor Marcus Roth. Nun müssen die Schüler bis zum Schuljahr 2020/2021 in Containern unterrichtet werden, teilt die Stadt mit. Denn zwei betroffene Gebäudeteile der Hartmann-Baumann-Schule müssen rückgebaut und bis auf die Bodenplatten abgerissen werden. Eine Sanierung sei nicht wirtschaftlich.

Gemeinderat informiert

Über die Umstände hatte der Hockenheimer Oberbürgermeister Marcus Zeitler (CDU) vergangene Woche die Elternbeiräte der Hartmann-Baumann-Schule und zwei angrenzenden Schulen informiert - Mittwochabend dann auch den Gemeinderat. Polychloriertes Biphenyl, kurz PCB, wurde bis in die 70er Jahre in Fugenmassen eingesetzt. Bei dem Stoff handelt es sich um krebserregende Weichmacher.

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