Heidelberg / Weimar Rose fordert "erinnerungspolitische Wende"

Der Vorsitzende des in Heidelberg ansässigen Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, hat zum Widerstand gegen Ausgrenzung von Minderheiten und gegen Rassismus aufgerufen. Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung zum 74. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald, bezog sich Rose auf den Brexit. Er habe gezeigt, dass die europäische Gemeinschaft nicht so stabil und geschlossen sei, wie alle angenommen hätten. Rechtspopulisten machten überall in Europa Stimmung gegen Minderheiten. Das bedrohe das Vermächtnis der Opfer, derer am 74. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald gedacht wird. Weil die letzten Zeitzeugen der nationalsozialistischen Verbrechen stürben, sei es die Aufgabe der „Generation der Nachgeborenen“, das Gedenken aufrecht zu erhalten und für Demokratie und Menschenrechte einzustehen, so Rose bei seiner Rede in der KZ Gedenkstätte Buchenwald am Sonntagnachmittag.

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