Heidelberg Stadt kann nach Neckarverunreinigung Klage einreichen

Die Stadt Heidelberg kann bei der Firma Solvay aus Bad Wimpfen bis zu 750.000 Euro einklagen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Heilbronn hervor. Die Firma ist für den Eintrag des Salzes TFA in den Neckar verantwortlich. Der Stoff war im Herbst 2016 im Neckar aufgetaucht: Tri-Fluor-Acetat – ein Salz, das als Abbauprodukt bei der Herstellung von Pflanzenschutz- und Arzneimitteln entsteht. Bald war klar, dass das Bad Wimpfener Unternehmen Solvay dafür verantwortlich war. Der Stoff gilt zwar als weitgehend unbedenklich für den Menschen, weil aber die sogenannten Orientierungswerte überschritten wurden, musste die Stadt Heidelberg Maßnahmen ergreifen, um die Konzentration im Trinkwasser zu senken – z.B. indem sie Fremdwasser zukaufte und beimischte. Die Kosten dafür will sie nun von Solvay wiederhaben – rund 750.000 Euro. Auch Edingen-Neckarhausen war von dem TFA-Problem betroffen und erwägt rechtliche Schritte. Die Firma Solvay hat laut Gericht einen Monat Zeit, Revision einzulegen.

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