Feuerwehr an der Unglücksstelle in Birkenau (Foto: SWR, René Priebe)

Einfamilienhaus in Birkenau abgebrannt Hausbesitzer wegen Verdacht auf Brandstiftung festgenommen

Im südhessischen Birkenau nahe Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) ist vergangenen Freitag ein Wohnhaus komplett niedergebrannt. Am Sonntag konnte die Polizei einen 59-Jährigen festnehmen.

Nachdem das Haus am vergangenen Freitag komplett niedergebrannt war, suchte die Polizei mit einer öffentlichen Fahndung nach dem Hausbesitzer. Er steht im Verdacht, sein Haus angezündet zu haben. Der Mann konnte den Angaben zufolge festgenommen werden, als er am Sonntagmorgen zu den Trümmern seines Hauses zurückgekehrt war. Die Ermittlungsbehörden haben gegen ihn ein Verfahren wegen besonders schwerer Brandstiftung eröffnet.

Ursache des Brandes noch unklar

Wie die Polizei mitteilte, haben Nachbarn am Freitagmorgen gegen 8 Uhr einen lauten Knall gehört, danach seien Gebäudeteile bis zu 50 Meter weit durch die Gegend geflogen. Ob die Explosion Ursache oder Folge des Feuers war, ist derzeit noch nicht bekannt. Brandsachverständige fanden bei ihren Untersuchungen mehrere Gasflaschen. Unklar ist, ob diese vor oder während des Brandes in die Luft flogen. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.

Haus sollte am Freitag zwangsversteigert werden

Das Haus sollte am Freitag zwangsversteigert werden, wie Landrat Christian Engelhardt (CDU) dem Hessischen Rundfunk sagte. Ob der Hausbrand mit der Zwangsversteigerung in Zusammenhang steht, muss noch überprüft werden.

Ähnlicher Fall in Mörlenbach

Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Haus kurz vor einer Zwangsversteigerung von den Besitzern angezündet wird. Bei einem ähnlichen Fall in Mörlenbach (Hessen) Ende August gehen die Ermittler davon aus, dass finanzielle Probleme zu der Verzweiflungstat führten. Das Haus war zuvor zwangsversteigert worden und sollte am Tag des Brandes den neuen Besitzern übergeben werden. Bei dem Feuer waren zwei Kinder getötet worden, die Eltern stehen seit Freitag vor Gericht.

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