Beschäftigte des PZN, des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden in Wiesloch, demonstrieren für mehr Gehalt (Foto: SWR, Martina Senghas)

Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreik aufgerufen PZN-Mitarbeiter in Wiesloch fordern höheres Gehalt

Die Gewerkschaft Verdi will den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifverhandlung erhöhen. Sie hat am Mittwoch die Beschäftigten des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden (PZN) in Wiesloch zu einem Warnstreik aufgerufen.

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"Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Kohle klaut" skandierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des PZN am Mittwoch in Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis). Der eisige Wind hielt sie nicht davon ab, an dem Warnstreik teilzunehmen. Die geforderte Tariferhöhung soll laut Gewerkschaft Verdi allen Angestellten von Landesklinken zu Gute kommen, aber beispielweisen auch denen von Justizvollzugsanstalten, Autobahnmeistereien, Studierendenwerken und Sozialdiensten.

Laut Verdi bereit zu ausgedehnterem Streik

In einer Zeit, in der die Länder Steuerüberschüsse von rund 18,7 Milliarden Euro erzielten, sei es nur gerecht, wenn die Landesangestellten "ein Stück von dem Kuchen" abbekämen, so Verdi. Der Streik am PZN am Mittwoch sei ein Warnschuss gewesen. Man sei, so die Gewerkschaft, auf jeden Fall bereit zu einem ausgedehnteren Streik, wenn sich in der nächsten Verhandlungsrunde Anfang Februar nichts bewege.

Forderung von sechs Prozent mehr Geld

Die Gewerkschaft fordert in dem Tarifstreit mit den Arbeitgebern sechs Prozent mehr Geld für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst aller Bundesländer, mindestens aber 200 Euro. Auch die Löhne für Auszubildende und Praktikanten sollen erhöht werden.

Erste Tarifgespräche "konstruktiv" gewesen

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi ist die erste Runde der Tarifverhandlungen konstruktiv verlaufen. Die Arbeitgeber haben sich demzufolge grundsätzlich gesprächsbereit gezeigt. Es müsse aber, so Verdi, "mit Nachdruck der Rückstand in der Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst gegenüber der Wirtschaft ausgeglichen werden".

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