Das Heidelberger Schloss von der Alten Brücke aus gesehen (Foto: SWR, Patrick Figaj)

Gemeinderat gibt grünes Licht 30-Punkte-Plan für ein klimaneutrales Heidelberg

Kampf gegen den Klimawandel: Die Stadt Heidelberg will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Der Gemeinderat hat am Donnerstagabend einen entsprechenden 30-Punkte-Plan beschlossen.

Die Stadt Heidelberg will ihre CO2-Emissionen innerhalb der kommenden zehn Jahre - zumindest rechnerisch - auf Null herunterschrauben. Der ehrgeizige Aktionsplan, der am Donnerstag im Gemeinderat beschlossen wurde, umfasst unter anderem die energetische Sanierung von Altbauten, einen höheren Bio-Anteil in den Schulmensen, mehr Jobtickets und mehr Solaranlagen.

Dauer

Ehrgeizigere Ziele für Heidelberg

Um die CO2-Bilanz zu verbessern, sollen innerhalb der kommenden sechs Jahre außerdem rund 3.000 Bäume im Stadtgebiet gepflanzt werden. Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) sagte dem SWR, die Stadt Heidelberg habe zwar in der Vergangenheit schon enorm viel erreicht, indem der Energieverbrauch aller kommunalen Liegenschaften um 50 % reduziert wurde. Aber die Stadt sei immer noch weit entfernt von den eigentlichen notwendigen Klimaschutzzielen. Man müsse sich noch wesentlich ehrgeizigere Ziele setzen.

"Wir wollen bis 2030 klimaneutral werden."

Eckart Würzner, Oberbürgermeister Heidelberg (parteilos)
Oberbürgermeister Eckhard Würzner auf einer Hebebühne vor dem neuen Energiespeicher in Heidelberg  (Foto: SWR, Patrick Figaj)
Neuer Energiespeicher in Heidelberg Patrick Figaj

Neuer Energiespeicher am Fernwärmenetz

Am Mittwoch hatte der Heidelberger OB einen neuen Energie-Speicher mit dem Fernwärmenetz verbunden. Ein Beispiel für die Heidelberger Klima-Bemühungen. Der Wasserspeicher dient als Energie-Puffer, insgesamt gibt es davon nur 5 Stück in Deutschland. Wenn viel Strom gebraucht wird, wird nach Angaben der Stadtwerke Heidelberg die dann entstehende überschüssige Wärme-Energie gespeichert - wie in einer großen Thermoskanne. Die Wärme wird wieder abgegeben, wenn sie gebraucht wird.

15 Millionen Euro Kosten

Der Wasserspeicher hat 15 Millionen Euro gekostet und ist Teil der Heidelberger Energiekonzeption. 1500 Tonnen CO2 soll alleine der Zukunftsspeicher helfen einzusparen. Dazu wurde und wird beispielsweise in Photovoltaik, Holz-Heizkraft, Biogas und Biomethankraftwerke investiert. Nächster großer Baustein soll dann die Solarthermie in Heidelberg sein. Der jetzt angeschlossene Zukunftsspeicher soll ab 2021 dann auch Besucher anziehen: Auf dem Dach wird Gastronomie entstehen.

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