Auswilderung Feldhamster sollen wieder in Mannheim heimisch werden

Rotbraunes Fell und schwarze Knopfaugen: Feldhamster gelten als vom Aussterben bedroht. Wissenschaftler vom Institut für Faunistik wollen deshalb versuchen, die kleinen Tiere aus einer Aufzucht auf einem Feld in Mannheim wieder anzusiedeln.

Feldhamster (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Uwe Anspach/dpa)
Kleiner Nager in großer Not: Feldhamster sind vom Aussterben bedroht. picture alliance/Uwe Anspach/dpa

40 der bedrohten Nager sollen am Donnerstag freigelassen und ausgewildert werden. Zuvor hatten Mitarbeiter des Instituts für Faunistik im Auftrag des Landes mit Landwirten vereinbart, dass die Hamster auf dem Gelände auch gute Lebensbedingungen vorfinden. Gegen Bezahlung werden die Landwirte ihre Felder also hamsterfreundlich bewirtschaften. Heißt: Sie sollen verschiedene Kleesorten anbauen.

Genügend Deckung vor Feinden

Denn ein Problem für die Tiere sei die fehlende Sortenvielfalt der Feldfrüchte. Das führe zu Mangelerscheinungen. Unter diesen Umständen pflanzten sich die Hamster nicht fort. Zudem sollen auf dem Feld Pflanzen angebaut werden, die den Nagern vor ihren Feinden – wie Dachs und Mäusebussard – Deckung bieten.

Auf Mannheims Feldern leben nach Angaben der Stadt momentan rund 200 Feldhamster. Die Stadt habe ein eigenes Artenhilfsprogramm, das auch vom Land unterstützt wird. Zu diesem Hilfsprogramm gehört auch die Wiederansiedlung.

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