Schild der Demonstranten mit der Aufschrift: Radschnellweg HD-MA, trennt, ist lebensgefährlich, kann tödlich sein (Foto: SWR, Janina Hecht)

Diskussion um neue Trasse Radschnellweg Mannheim-Heidelberg: Proteste bei Vor-Ort-Termin

Bei der Vorstellung der neuen Trasse für den Radschnellweg zwischen Mannheim und Heidelberg hat es am Donnerstagnachmittag in Mannheim-Feudenheim Proteste gegeben.

Mehrere hundert Anwohner waren bei dem Vor-Ort-Termin dabei. Die Demonstranten sind gegen den Verlauf der Trasse, die auch durch Feudenheimer Wohngebiete führen soll. Der Hauptkritikpunkt der Gegner: Am Streckenverlauf befinden sich eine Schule und ein Kindergarten. Der Radschnellweg sei gefährlich und können sogar tödlich sein, stand auf Schildern und Transparenten.

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Ist der Radschnellweg gefährlich?

Kritiker bemängeln außerdem, dass der Radschnellweg 90-Grad-Kurven und sogar U-Kurven beinhalte. Das sei auch für die Fahrradfahrer gefährlich. Vertreter der Stadt und des Regierungspräsidiums sagten, die Diskussion über die Trasse werde ergebnisoffen geführt. Die grobe Trasse stehe zwar fest, sei aber in Teilen noch veränderbar. Es gibt in den nächsten Wochen weitere Vor-Ort-Termine am Verlauf der Radschnellweg-Trasse, die Mannheim mit Heidelberg verbinden soll.

In der Straßenkarte ist der Radschnellweg eingezeichnet (Foto: Google Maps)
Auf dieser Strecke soll der Radschnellweg zwischen Mannheim und Heidelberg verlaufen. Google Maps

Baubeginn 2022

Der Radschnellweg soll von Mannheim, über Ladenburg, Mannheim-Seckenheim und Edingen nach Heidelberg führen. Mit dem neuen Radschnellweg sollen laut Regierungspräsidium Pendler aus dem Auto auf das Fahrrad gelockt werden. Auf der etwa 20 Kilometer langen Strecke könnten pro Tag über 1.500 Radfahrer unterwegs sein. Baubeginn soll im Jahr 2022 sein.

Ursprünglich standen drei Strecken für den geplanten Radschnellweg zur Auswahl: Variante 1 über Eppelheim, Variante 2 über Ilvesheim, Edingen und Eppelheim und Variante 3 über Ilvesheim, Ladenburg und Neckarhausen.

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