Im Gerichtssaal, der Angeklagte verbirgt sein Gesicht hinter einem Leitzordner, die Angeklagte ist mit einer Kaputze verhüllt (Foto: SWR, Michaela Dymski)

Mörlenbacher Arzt wegen Mordes an seinen Kindern verurteilt Lebenslänglich und besondere Schwere der Schuld

Mord in zwei Fällen, schwere Brandstiftung und die besondere Schwere der Schuld. Im Prozess um den Kindermord in Mörlenbach hat das Landgericht Darmstadt für einen 59-jährigen Kieferchirurgen die Höchststrafe verhängt.


Das Gericht folgte damit bei dem Vater der getöteten Kinder dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Damit wird eine Beantragung auf vorzeitige Entlassung nach frühestens 15 Jahren ausgeschlossen. Das Gericht verurteilte den Mann, weil er im August seine beiden Kinder mit einem Hammer und einem Messer getötet hat. Er hat die Tat gestanden.

12 Jahre Haft für die Ehefrau

Die zwölf Jahre Haft für die Mutter begründet der Vorsitzende mit Beihilfe zum Mord und schwerer Brandstiftung. Ihr sei nicht nachzuweisen, dass sie bei den Tötungen selbst beteiligt war. Das Ehepaar nahm das Urteil regungslos hin. Auch während der Urteilsbegründung waren keine Emotionen bei Vater oder Mutter erkennbar.

Insolvenz als Motiv

Motiv für die Tat war nach Angaben des Angeklagten die Insolvenz des Ärzte-Ehepaars und die bevorstehende Zwangsräumung des Hauses.

Haus in Mörlenbach im Kreis Bergstraße mit Rußspuren an der Fassade (Foto: SWR, Silas Stein)
Ruß-Spuren am Haus in Mörlenbach, in dem die zwei toten Kinder geborgen wurden Silas Stein
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