Straßenbahn vor dem Mannheimer Wasserturm (Foto: picture-alliance / dpa, Uwe Anspach)

Bundesweites Modellprojekt Günstigere Tickets im Mannheimer Nahverkehr

Mannheim gehört zu den Modellstädten, die neue Ideen für besseren Nahverkehr testen sollen: Mehr Busse, günstigere Tickets, bessere Taktungen. Jetzt haben Stadt und Verkehrsbetriebe Details vorgestellt.

Bisher war es nur ein Titel - jetzt sollen Taten folgen. Mannheims Erster Bürgermeister Christian Specht (CDU) und Vertreter des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) sowie der Verkehrsgesellchaft rnv stellten am Dienstag detaillierte Maßnahmen zu dem Modellprojekt vor. Auch die Stadt Ludwigshafen sei in das Projekt einbezogen, hieß es.

"GreenCity-Tickets" in Mannheim und Ludwigshafen

Ab dem 1. Januar werden in Mannheim und Ludwigshafen beispielsweise sogenannte "GreenCity-Tickets" verkauft. Der Einzelfahrschein für Erwachsene kostet damit etwa ein Drittel weniger als bisher, nämlich 1,80 Euro statt 2,60 Euro. Auch Jahreskarten werden günstiger. Damit wollen die Beteiligten mehr Menschen zum Umstieg auf Bussse und Bahnen bewegen.

Dauer

Bessere Bus-Takte und eTarife in Mannheim

Dazu kommen Anpassungen bei den Buslinien, die zu kürzeren Taktzeiten führen. Außerdem werden auch die eTarife angepasst, bei denen der Fahrpreis nach der zurückgelegten Strecke berechnet wird. Mithilfe eines Prepaid-Modells sollen künftig auch Kinder und Jugendliche mit dem eTarif fahren können.

Anreize für mehr Jobtickets

Bislang bieten laut Stadt 220 Mannheimer Arbeitgeber ihren Beschäftigten ein Jobticket an. Künftig können Betriebe Job-Ticket-Verträge mit einer Laufzeit von drei Jahren abschließen, bei denen der Arbeitnehmer-Grundbeitrag entfällt. Dadurch sollen mehr Firmen animiert werden, das Job-Ticket zu testen.

Projekt startet im Januar

Mannheim ist eine von bundesweit fünf Modellstädten und bekommt vom Bund 47 Millionen Euro, um diese Angebote finanzieren und die Luftqualität in der Innenstadt verbessern zu können. Dadurch sollen Fahrverbote vermieden werden. Ab Januar sollen die ersten Maßnahmen umgesetzt werden. Die Testphase dauert zwei Jahre.

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