Eine Straßenbahn am Mannheimer Wasserturm (Foto: picture-alliance / dpa)

Modellstadt Mannheim Der Öffentliche Nahverkehr soll attraktiver werden

Als eine von bundesweit fünf ausgewählten Modellstädten wird Mannheim finanziell vom Bund unterstützt. Am Mittwoch hat die Stadt Mannheim ihr Konzept im Detail vorgestellt.

Vor einigen Wochen hatte die Stadt Mannheim ein ganzes Maßnahmenpaket beim Bund eingereicht - inzwischen haben das Verkehrs- und das Umweltministerium Teile davon ausgewählt, die ab Januar umgesetzt werden sollen. Das Konzept sieht unter anderem vor, Ticketpreise für diejenigen Zielgruppen zu senken, in denen man sich Fahrgastzuwächse verspricht. Bislang mussten Arbeitgeber z.B. für jedes Jobticket einen Solidarbeitrag bezahlen. Der soll in Zukunft wegfallen, sodass mehr Arbeitnehmer einen Anreiz bekommen, ihr Auto stehen zu lassen. Darüber hinaus soll der Busverkehr auf bestimmten Linien ausgebaut und der Grundpreis für elektronische Tickets gesenkt werden.

Ziel der zweijährigen Maßnahmen ist es, die Stickoxidbelastung in der Stadt messbar zu senken. Die Stadt rechnet mit einer Fördersumme von rund 30 Millionen Euro. Weitere Modellstädte neben Mannheim sind Herrenberg, Reutlingen, Essen und Bonn.

Modellstädte sollen Vorbilder sein

Die Stadt Mannheim will unter anderem Knotenpunkte einrichten, an denen per Lkw angelieferte Waren auf Elektrofahrzeuge umgeladen werden. Mitte kommenden Jahres wollen die Ministerien für Umwelt und Verkehr prüfen, ob die Maßnahmen die Luftqualität in den Modellstädten verbessern und ob sie sich auf andere Städte übertragen lassen.

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