Kurden demonstrierten vor dem Mannheimer Hauptbahnhof (Foto: SWR, Dagmar Kwiatkowski)

Angriff in Nordsyrien Kurden bei Kundgebung in Mannheim

Der militärische Angriff der Türkei auf Kurden-Gebiete in Nordsyrien treibt die Menschen auf die Straße. Am Donnerstagabend gab es eine Kundgebung vor dem Mannheimer Hauptbahnhof.

An der Kundgebung haben am Donnerstag laut Polizei rund 300 Kurden aus Mannheim und Ludwigshafen teilgenommen. Laut Polizei kam es gegen Ende der Veranstaltung zu kleineren Rangeleien, nachdem eine Gruppe von Türken die Demonstranten provoziert hatte. Eine Person musste laut Polizei kurzzeitig in Gewahrsam genommen werden. Die Polizei war zwischenzeitlich mit 16 Streifenwagen vor Ort.

Weitere Kundgebung in Mannheim

Für Freitag haben die Initiatoren eine weitere Kundgebung an gleicher Stelle geplant. Außerdem wollen sie zeitnah einen Demonstrationszug durch Mannheim organisieren. Ein Termin dafür stehe noch nicht fest, man führe derzeit Gespräche mit den Sicherheitsbehörden.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Hoffen auf friedliches Miteinander

In Mannheim leben laut Stadt etwa 30.000 türkischstämmige Menschen, rund ein Drittel davon sind Kurden. Es sei nicht auszuschließen, dass es wegen des Angriffs der Türkei in Mannheim zu offenen Konflikten zwischen Kurden und Türken komme. Man tue aber alles dafür, dass es zwischen den beiden Volksgruppen in der Stadt friedlich bleibe, so ein Sprecher des Mannheimer Friedensplenums.

Kurden fühlen sich diffamiert

Ein Sprecher des kurdischen Kulturvereins bedauerte, dass die Türken in der Stadt einen Dialog mit den hier lebenden Kurden mehrheitlich ablehnten und diese oft als Terroristen diffamierten. Auch bei der Demonstrationen provozierte eine Gruppe Türken die kurdischen Demonstranten.

STAND