Dietmar Hopp (Foto: Imago, imago/ULMER Pressebildagentur)

Amtsgericht Sinsheim muss entscheiden Prozess wegen Beleidigung von Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp

Juristisches Hickhack vor dem Amtsgericht Sinsheim. Der Prozess um fünf Fußballfans von Borussia Dortmund, die laut Staatsanwaltschaft den TSG-Mäzen Dietmar Hopp beleidigt haben sollen, ging am ersten Verhandlungstag nur schleppend voran.

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Noch vor der Beweisaufnahme hatten die Anwälte der Angeklagten die Einstellung des Verfahrens beantragt. Grund: Verfahrensfehler. Offenbar wurde die Frist für den Strafantrag laut Verteidigung nicht eingehalten.

Nachdem dieser Antrag von der Richterin abgewiesen wurde, warf ihr die Verteidigung Befangenheit vor. Daraufhin wurde die Verhandlung unterbrochen. Der Befangenheitsantrag wurde abgelehnt.

Schmährufe bei Heimspiel gegen Dortmund

Im Mai und September vergangenen Jahres kam es bei Spielen gegen Borussia Dortmund zu Schmährufen gegen den Multi-Milliardär. Der BVB musste deshalb schon eine Geldstrafe von mehreren zehntausend Euro an die Sepp-Herberger-Stiftung des DFB zahlen. Außerdem ermittelte die Polizei gegen mehr als 30 BVB-Fans, weil sie Dietmar Hopp bepöbelt haben sollen.

Kommt es erneut zu Geldstrafen?

Nun stehen fünf davon vor dem Amtsgericht Sinsheim. Sie sollen laut Anklage den Hoffenheimer Mäzen mit Schmähgesängen beleidigt haben. Es ist nicht das erste Mal, dass Fußball-Fans in Sinsheim vor Gericht stehen.

Erst im Februar hat die Kammer drei Personen zu Geldstrafen verurteilt. Seit dem Bundesliga-Aufstieg der TSG Hoffenheim im Jahr 2008 wird der Multi-Milliardär von gegnerischen Fußballfans aufgrund seines finanziellen Engagements bei den Kraichgauern in Sprechgesängen und oft auch auf Spruchbändern beleidigt.

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