Kleine Goldbarren à 100 Gramm  (Foto: picture-alliance / dpa, Foto: Armin Weigel)

Prozess vor Amtsgericht Jugendliche wegen Goldbarrenraub in Mannheim verurteilt

Drei Männer tricksen eine Seniorin aus und rauben ihr an der Haustür ihre Goldbarren, als sie sie nicht freiwillig rausrückt. Das Urteil gegen zwei jugendliche Angeklagte wurde am Freitag verkündet.

Ein Jugendlicher wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten mit Bewährung verurteilt, wegen Beihilfe zum Raub. Ein weiterer Jugendlicher muss sich wegen Hehlerei mehreren Drogenscreenings unterziehen und 1.000 Euro an einen gemeinnützigen Verein zahlen. Das teilte am Freitagmittag ein Sprecher des Mannheimer Amtsgerichts mit.

Die beiden Jugendlichen galten im Prozess als mutmaßliche Drahtzieher der Aktion. Die Frau war zunächst auf eine zurzeit gängige Masche hereingefallen. Laut Staatsanwaltschaft rief einer der Täter sie an und gab sich als Polizist aus. Er log ihr vor, dass der Polizei Kenntnisse vorlägen, dass bei ihr eingebrochen werden soll und sie besser ihre Wertsachen in Sicherheit bringen soll. Mitarbeiter der Polizei würden diese Wertsachen später abholen.

Seniorin zweifelt an Geschichte

Verängstigt habe die 74-Jährige Goldbarren im Wert von knapp 70.000 Euro in einen Jutebeutel gepackt, so die Staatsanwaltschaft. Ein anderer noch jugendlicher Täter wurde als Kurier vorgeschickt. Er ist bereits in einem abgetrennten Verfahren wegen Raubes zu einer Jugendstrafe von eineinhalb Jahren ohne Bewährung verurteilt worden. Einer der jetzt Angeklagten war mit dabei.

Als die beiden bei der Seniorin eintrafen, kamen der Frau Zweifel. Sie wollte die Goldbarren doch nicht an die jungen Männer abgeben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde ihr daraufhin von dem bereits verurteilten Jugendlichen der Beutel entrissen und die beiden Männer flohen.

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