Aktion im Neckar-Odenwald Kreis Mut zur Diskussion mit Rassisten

Das Bündnis „Herz statt Hetze“ will Schülern im Neckar-Odenwald-Kreis die Mechanismen von Rassismus vor Augen führen. Das Bündnis lud Mo Asumang ein, um ihren Dokumentarfilm „Arier“ zu zeigen.

Der preisgekrönte Film zeigt wie die dunkelhäutige Mo Asumang sich mit Rassisten trifft und sie entlarvt. Der Film wurde in Schulen in Buchen und Walldürn gezeigt und danach mit den Schülern darüber diskutiert. Eingeladen hatte das Bündnis „Herz statt Hetze“. Es ist ein loser Verbund von Bürgern aus Buchen und Umgebung mit zwölf aktiven Mitgliedern und 40 Unterstützern.

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"Herz statt Hetze" sieht die AfD im Neckar-Odenwald-Kreis erstarken und damit einher gingen rechte Randerscheinungen. Immer wieder gebe es Hakenkreuze an Hauswänden oder es kursierten Aufkleber, auf denen „NS-Area“ steht. Das Bündnis will mit verschiedenen Aktionen darauf reagieren und finanziert alle Veranstaltungen aus eigener Tasche.

Diskutieren mit Rassisten

Woran erkennt man Rassismus und wie soll man Rassisten begegnen? Mit dieser Frage beschäftigen sich Schüler aus dem Neckar-Odenwald-Kreis in dieser Woche. Genau wie mit den Schülern hat Mo Asumang mit Rassisten diskutiert. So hat sie beispielsweise Mitglieder des Ku-Klux-Klan in Amerika getroffen oder Mitglieder der rechten Szene in Deutschland. Sie hat gemerkt: Es ist leicht, Rassisten sprachlos zu machen. Sie hat verstanden wie diese Menschen ticken. Das will sie den Schülern vermitteln.

„Die (Rassisten) wollen einen provozieren und aus dem Gleichgewicht bringen, damit man in diese Wut und Hass-Schleife rein springt, in der sie selber laufen. Und da darf man nicht drauf reinfallen.“ (Mo Asumang)

Das Bündnis „Herz statt Hetze“, das Mo Asumang eingeladen hat, sieht im idyllischen Städtchen Buchen im Odenwald keine braune Hochburg. Dennoch: Alexander Weinlein und Markus Dosch vom Bündnis haben sich unter die Versammelten eines Stammtischs der AfD gemischt und wurden Zeugen von unverhohlen geäußerten rechten Parolen.

Ziel der Aktion des Bündnisse ist es, dass sich Schüler nicht von rassistischen Sprüchen irritieren lassen, sondern bei den eigenen Werten bleiben, das ist der Rat von Mo Asumang.

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