Mehr als vier Millionen Euro weniger eingenommen

Verluste durch 9-Euro-Ticket: VRN vertraut auf Bund

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Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) geht davon aus, dass der Bund die Einnahmeverluste durch das 9-Euro-Ticket ausgleicht. Das bekräftigte die Geschäftsführung auf SWR-Anfrage.

Dem VRN fehlen nach eigenen Angaben allein für den Monat Juni 4,2 Millionen Euro Einnahmen aus dem regulären Fahrscheinverkauf. Dazu kommen millionenschwere Verluste durch die Verbilligung der Monatskarten.

"Der Bund sagt, er zahlt alles, insofern kann ich mich entspannt zurücklehnen."

VRN-Geschäftsführer Volkhard Malik sagte dem SWR, man müsse zunächst die detaillierte Abrechnung am Ende der Laufzeit des 9-Euro-Tickets abwarten. Wenn dann alle Zahlen auf dem Tisch lägen, müsse der Verbund nachweisen, dass tatsächlich so hohe Verluste entstanden sind, wie sie jetzt grob ermittelt wurden.

Ticketautomat VRN (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Das 9-Euro-Ticket gilt noch bis Ende August Picture Alliance

Bund stellt 2,5 Milliarden Euro für 9-Euro-Ticket bereit

Der Bund hat laut Malik für die Verluste der Verkehrsverbünde 2,5 Milliarden Euro in den Haushalt eingestellt. Sollte das Geld nicht reichen, stelle sich die Frage, wer für das Defizit aufkommt.

"Schließlich waren wir es nicht, die eine solche Aktion in die Welt gesetzt haben."

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