27 Organisationen schließen sich zusammen Aktivisten: Mannheim soll "sicherer Hafen" werden

In Mannheim haben zahlreiche Verbände und Organisationen von der Stadt gefordert, gerettete Bootsflüchtlinge aufzunehmen. Die Aktivisten wollen, dass Mannheim zu einem sogenannten sicheren Hafen wird.

Alle 27 beteiligten Organisationen - Kirchen, Gewerkschaften oder auch das Nationaltheater - sind sich einig: Die Stadt Mannheim soll ein Zeichen für Menschenrechte setzen und gegen eine Politik der Abschottung und Abschreckung. Deshalb fordern sie den Gemeinderat auf, die Initiative "Sicherer Hafen" zu unterstützen - wie bereits knapp 50 andere Städte im Bundesgebiet. Auch Heidelberg und Karlsruhe machen mit.

Die Initiative "Sicherer Hafen" setzt sich für Flüchtlinge ein (Foto: SWR)
Aktivisten aus 27 Mannheimer Organisationen setzen sich für Flüchtlinge ein

Direkte Konsequenzen hätte die Unterstützung der Initiative nicht, weil die EU-Rechtslage es bisher nicht erlaubt, dass Städte aus Seenot gerettete Flüchtlinge direkt aufnehmen. Genau das sollte sich nach Meinung der Mannheimer Initiative aber ändern.

Symbolische Schifffahrt

Vorgestellt wurden die Forderungen am Freitag während einer symbolischen Fahrt auf einem kircheneigenen Schiff. Gleichzeitig versammelten sich auf der Mannheimer Kurpfalzbrücke "Fridays for Future-Aktivisten", die das Seenotrettungsbündnis ebenfalls unterstützen.

Dauer

Will sich EU abschotten?

Für einen besseren Schutz der EU-Außengrenzen soll die Grenzschutzagentur Frontex bis 2027 schrittweise von derzeit rund 1.500 auf bis zu 10.000 Grenzschützer aufgestockt werden. Die Einigung kurz vor der Europawahl Ende Mai soll ein Signal sein und zeigen, dass die EU beim Thema Migration nicht völlig handlungsunfähig ist. Eine Einigung bei der Verteilung von Migranten ist jedoch weiterhin nicht in Sicht.

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