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Kranke besuchen, Kinder in die Kita bringen, Essen gehen - wir haben zusammengefasst, was ab Montag, 18. Mai, wieder erlaubt ist - und was Sie dabei beachten müssen.

Was sich wo ändert:

Tourismus, Gastronomie und Freizeit

Speisewirtschaften, sofern eine gaststättenrechtliche Erlaubnis für den Betrieb vorliegt, sowie Eisdielen und Cafés dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Bis dahin ist weiterhin nur der Außer-Haus-Verkauf möglich.

Folgende Regelungen sind zu beachten:

  • In einigen Lokalen muss vor dem Besuch eine Reservierung erfolgen.
  • Zu Zwecken der Kontaktnachverfolgung erheben und verarbeiten Betreiber mit Einverständnis der Gäste den Name des Gastes, Datum und Uhrzeit des Besuchs und Kontaktdaten. Die Daten sind vom Betreiber vier Wochen nach Erhebung zu löschen.
  • Wo immer möglich, ist ein Abstand zu allen Anwesenden von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.
  • Körperkontakt, insbesondere Händeschütteln und Umarmen, soll vermieden werden.
  • Tische sollen im Abstand von mindestens 1,5 Metern angeordnet werden.
  • Gäste dürfen nur auf zugewiesenen Sitzgelegenheiten sitzen.
  • Das Personal muss die Gäste vor Betreten der Gaststätte über Reinigungsmöglichkeiten der Hände informieren und auf die Verpflichtung zur Nutzung hinweisen.
  • Der Kontakt zu den Gästen ist bei der Bedienung auf ein notwendiges Mindestmaß zu beschränken. Soweit räumlich möglich, sollen die Beschäftigten einen Servierwagen nutzen.
  • Die Bezahlung soll möglichst ohne Bargeld erfolgen.
  • Beschäftigte müssen in allen Räumen der Gaststätte mit Gästekontakt eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und sich kontinuierlich an weitere strenge Hygienemaßnahmen halten. Weitere Details finden Sie in der Corona-Verordnung zu Gaststätten der Landesregierung.

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Außerdem dürfen Freizeiteinrichtungen im Freiluftbereich, etwa Ausflugsziele, Minigolfplätze und Bootsverleiher, für die Eintrittsgeld zu entrichten ist, unter Auflagen öffnen. Das gilt nicht für Freizeitparks - diese dürfen erst ab 29. Mai wieder öffnen.

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Ebenfalls ab Montag wieder erlaubt ist die Fahrgastschifffahrt. Das gab Tourismusminister Guido Wolf (CDU) am Freitag bekannt. "Ab Montag dürfen die Fahrgastschiffe auf dem Bodensee und andernorts im Land wieder ihre Ausflugsfahrten anbieten. Für Fahrgäste gilt, wie in anderen Bereichen aber auch, Masken tragen, um sich und andere zu schützen", so Wolf.

Auch Campingplätze dürfen ab Montag wieder Übernachtungen in Wohnwagen, Wohnmobilen oder festen Mietunterkünften anbieten. Auch die Beherbergung in Ferienwohnungen und vergleichbaren Wohnungen wird wieder zugelassen. Das gilt jeweils nur soweit eine Selbstversorgung möglich ist. Die Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen ist untersagt.

Auch für Einreisen nach Baden-Württemberg gibt es ab Montag Lockerungen. Wer aus einem EU-Land einreist, muss nicht mehr zwei Wochen in Corona-Quarantäne. Auch Einreisen aus Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien sind ohne häusliche Quarantäne möglich. Ausnahme: Wenn im Herkunftsland die Zahl der Neuinfizierten bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen liegt, ist eine 14-tägige Quarantäne weiter erforderlich.

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Kitas erweitern ihr Betreuungsangebot

Am Mittwochabend hat die Lenkungsgruppe der Landesregierung mit Hilfe der Vorschläge des Kultusministeriums nun entschieden, wie die Einschränkungen für die Kitabetreuung ab Montag konkret aussehen:

  • Erlaubt sind maximal 50 Prozent der Kinder, die normalerweise in die jeweilige Kita gehen.
  • Kinder in der erweiterten Notbetreuung oder mit besonderem Förderbedarf haben Vorrang.
  • Außerdem sollen Kinder, die vor der Schließung die Einrichtung besucht haben, zumindest tageweise wieder die Kita besuchen können, sofern dies räumlich und personell möglich ist.

Auch in der Kindertagespflege steht die Ausweitung an. Details zu diesen Punkten werden nun mit den kommunalen Landesverbänden und den Trägern der Kindertageseinrichtungen erörtert und festgelegt. In den Kommunen stößt die erlaubte Öffnung der Kitas teilweise auf Kritik. In manchen Orten, beispielsweise in der Region Heilbronn, werden die Einrichtungen auch erst zu einem späteren Zeitpunkt öffnen.

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Schulen: Viertklässler starten

Ab dem 18. Mai sollen zunächst die Grundschulen wieder in den Präsenzunterricht einsteigen. Begonnen werde laut Kultusminsisterium mit den Viertklässlern. Der Unterricht soll sich dabei auf die Kernfächer konzentrieren. Außerdem wird die Klassengröße halbiert, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können. "Wir gehen von zwei bis drei Unterrichtsstunden am Tag aus", so Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Man wolle den Grundschulen bei der konkreten Gestaltung aber Spielräume lassen, damit sie auf die konkreten Bedürfnisse vor Ort Rücksicht nehmen und flexibel reagieren können - zum Beispiel, was die personelle Planung betrifft. "Sitzenbleiben" wird laut Kultusminsterium in diesem Schuljahr niemand - alle Schüler werden in die nächsthöhere Klasse versetzt.

Von Montag an dürfen auch berufliche Bildungseinrichtungen wie etwa Berufsschulen den Betrieb wieder aufnehmen. Allerdings gelten ähnlich wie in allgemeinbildenden Schulen strenge Regeln zu Abstand und Hygiene, hinzu kommen besondere Vorgaben zum Beispiel für Ausbildungswerkstätten oder Wohnheime.

Abiturprüfungen finden statt

Trotz der Corona-Krise werden rund 47.400 Schüler in Baden-Württemberg in der dieser Woche ihr Abitur schreiben. Etwa 29.500 Schüler der allgemeinbildenden Gymnasien beginnen bereits am Montag (18. Mai). Am 20. Mai (Mittwoch) folgen dann die rund 17.900 Prüflinge der beruflichen Gymnasien.

Nach den Pfingstferien sollen dann alle Schüler in einem rollierenden System Präsenzunterricht bekommen, der mit den Fernlernangeboten kombiniert werden soll. Mehr zum Fahrplan der Landesregierung lesen Sie hier.

Krankenhäuser sowie Alten- und Pflegeheime

Auch die Besuchsverbote in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheime werden gelockert. Für Pflege- und Altenheime gelten folgende Besuchsregeln:

  • Strenge Schutzmaßnahmen müssen eingehalten werden (etwa ein Besuch am Tag von maximal zwei Personen, keine unangekündigten Besuche, Registrierung der Besucher - mehr Details lesen Sie in einer Mitteilung des Sozialministeriums.)
  • Besucher müssen während des gesamten Aufenthalts eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn dies nicht aus medizinischen Gründen oder aus sonstigen zwingenden Gründen unzumutbar ist.
  • Es muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen in der Einrichtung eingehalten werden. Ausnahmen hiervon sind vorgesehen in Fällen wie zum Beispiel der Sterbebegleitung.
  • Für Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen gelten Ausnahmen, sofern dort mit Blick auf die körperliche Konstitution der Bewohner nicht von einer erhöhten Vulnerabilität ausgegangen werden muss. In diesen Fällen gelten - wie bisher - keine Einschränkungen bei den Besuchsmöglichkeiten.
  • Auch Besuche der Einrichtungen aus beruflichen Gründen wie zum Beispiel durch Friseure, Physiotherapeuten, Logopäden und Seelsorger können erfolgen, sofern geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden.

Für Krankenhäuser sind die folgenden Regelungen geplant:

  • Die Zahl der Besucher in Krankenhäusern soll in der Regel auf einen Besucher pro Tag und Patient beschränkt sein.
  • Besucher, bei denen eine aktive COVID-19-Erkrankung nicht sicher ausgeschlossen ist oder die innerhalb der Inkubationszeit Kontakt zu einem an COVID-19-Erkrankten hatten, dürfen die Einrichtung nicht betreten.
  • Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, das Einhalten des Mindestabstands sowie die hygienische Händedesinfektion sind auch im Krankenhaus einzuhalten.
  • Das Krankenhaus muss für bestimmte hochgradig infektionsgefährdete Patientengruppen wie beispielsweise Patienten nach Knochenmarkstransplantation weitergehende Schutzmaßnahmen veranlassen. Diese können je nach medizinischer Einschätzung bis zu einem kompletten Besuchsverbot reichen.

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