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Nach dem Corona-Lockdown fährt Baden-Württemberg den Alltag schrittweise wieder hoch. Was ab dem 2. Juni wieder möglich ist.

Ab wann was wieder geöffnet hat:

Die grün-schwarze Landesregierung hatte für die Lockerungen der Corona-Maßnahmen einen Stufenplan ausgearbeitet. Bereits am 8. Mai stellte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) die wesentlichen Inhalte im Landtag vor. Dieses Ampelsystem der Landesregierung unterteilte Bereiche des öffentlichen Lebens von grün bis rot - je nach Corona-Infektionsgefahr. Ab Pfingsten werden die Beschränkungen in den Lebensbereiche der sogenannte Stufe 3 gelockert. Das bedeutet:

Ab Pfingsten (Stufe 3, orange)

Pünktlich zu Pfingsten, am 29. Mai, dürfen auch Hotels und Freizeitparks ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Für alle Bereiche gelten weiterhin strenge Auflagen. Dazu gehören eingeschränkte Öffnungszeiten, Hygienekonzepte und eine Begrenzung der Gästezahlen.

Kneipen und Bars dürfen ihren Außenbereich ab dem 30. Mai wieder öffnen. Das entschied der Verwaltungsgerichtshof (VGH). Der Betreiber einer Bar südlich von Freiburg mit jeweils 100 Quadratmeter Schankraum und Außenfläche hatte gegen die Schließung seiner Lokalität geklagt. Die vollständige Schließung seit Mitte März widerspreche dem Gleichheitsgrundsatz, da Betreibern von Speisegaststätten mittlerweile eine Außenbewirtschaftung erlaubt sei, teilte das VGH in Mannheim mit. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte die Öffnung der Kneipen ursprünglich für den 2. Juni angekündigt.

Großveranstaltungen mit mehr als 500 Menschen bleiben aber auf jeden Fall bis zum 31. August verboten.

Auch Fitnessstudios, Tanzschulen, Kletterhallen oder Indoorsporthallen sollen ab dem 31. Mai unter Einhaltung bestimmter Hygienevorschriften wieder in Betrieb gehen können.

Spaß- und Freizeitbäder sollen nur für Schwimmkurse und -unterricht wieder öffnen dürfen.

Ab 1. Juni

Zudem werden auch die Corona-Vorgaben für private Feiern wie Hochzeiten und Geburtstagsfeiern gelockert. In geschlossenen Räumen dürfen dann ab dem 1. Juni bis zu zehn Menschen teilnehmen.

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Nach den Pfingstferien (ab 15.6.)

Mitte Juni sollen alle Schüler in Baden-Württemberg zumindest wieder zeitweise zur Schule gehen. Der Präsenzunterricht werde dann mit dem Lernen zu Hause kombiniert, kündigte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Kitas und Grundschulen im Land sollen bis Ende Juni wieder vollständig für alle Kinder öffnen.

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Chronologie der Corona-Lockerungen

Seit 18. Mai (Stufe 2, gelb)

Gaststätten in Baden-Württemberg haben ihre Innen- und Außenbereiche seit dem 18. Mai wieder teilweise geöffnet. Auch Ferienwohnungen und Campingplätze stehen seitdem begrenzt zur Verfügung stehen. Die Fahrgastschifffahrt darf seit dem 18. Mai ebenfalls wieder betrieben werden - für die Passagiere gilt die Maskenpflicht.

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Kinderbetreuung ist auch seit Montag (18. Mai) teilweise wieder möglich. Auch Viertklässler können bedingt wieder zur Schule gehen. Außerdem wurden seit dem 18. Mai die Besuchsrechte für Pflegeheime und Krankenhäuser weiter gelockert.

Seit dem 11. Mai (Stufe 1, hellgrün)

Sport unter freiem Himmel und ohne Körperkontakt ist seit Montag (11. Mai) wieder erlaubt. Freiluft-Sportanlagen wie Golf- oder Tennisplätze, aber auch Reitanlagen und Hundeschulen durften wieder öffnen. Auch mit Tieren wie Hunden oder Pferden ist Sport im Freien seit dem 11. Mai wieder erlaubt. Mannschaften können lediglich individuell oder in Kleingruppen trainieren, direkter körperlicher Kontakt bleibt aber weiter verboten. Zudem gelten weiter Hygienevorschriften: So müssen sich Sportler zuhause umziehen, Umkleiden und Gemeinschaftsduschen sollen geschlossen bleiben.

Gleiches gilt für Fahrschulen, Sportboothäfen und den Luftsport. Auch Sonnenstudios, Massage-, Kosmetik- und Nagelstudios durften seit dem 11. Mai wieder öffnen. Im Freizeitbereich konnten Spielbanken ohne gastronomische Angebote wieder den Betrieb aufnehmen. Musikschulen durften mit Einschränkungen wieder loslegen. Das Besuchsverbot in Krankenhäusern wurde ebenso gelockert.

Derzeit nicht abschätzbar (Stufe 4, rot)

In diese Stufe des Ampelsystems der Landesregierung fallen die Bereiche des Alltags mit der größten Infektionsgefahr. Hygienekonzepte würden in diesen Bereichen erarbeitet beziehungsweise geprüft, heißt es im Stufenplan. Die Stufe 5 umfasst Großveranstaltungen wie Fachmessen, Publikumsmessen, Volksfeste, Vereinsfeste und Kongresse. Auch für Zuschauerbesuche von Sportveranstaltungen ist noch kein konkretes Datum festgesetzt.

Baden-Württemberg

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