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Kurz vor Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg gibt es noch einige Unklarheiten zu den sogenannten "Lernbrücken". Mit dem Förderunterricht soll in den letzten beiden Ferienwochen der wegen der Corona-Schulschließungen versäumte Stoff aufgeholt werden.

Die sogenannten "Lernbrücken" sind gedacht für Schüler in Baden-Württemberg, die während des Fernunterrichts schlecht erreicht worden sind und Nachholbedarf in den Kernfächern Deutsch und Mathematik haben. Doch es scheinen einige Fragen offen.

Nicht genügend Lehrkräfte?

So berichten Schulleiter kurz vor den Sommerferien von Unklarheiten über die Ausgestaltung des Programms. Es sei offen, wie viele Lehrkräfte für die Kurse in den letzten beiden Ferienwochen gewonnen werden konnten und an wie vielen Schulen damit ein Angebot möglich sein wird. Auch der FDP-Bildungsexperte Timm Kern kritisierte, dass nicht überall genügend Lehrkräfte zur Verfügung stünden.

Das Kultusministerium hat dazu nach Angaben einer Sprecherin noch keine konkreten Zahlen. Ob tatsächlich ein Lehrermangel herrsche, werde von den Schulämtern derzeit geprüft.

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Die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Doro Moritz, sagte dem SWR, mit den freiwilligen "Lernbrücken" werde das Kultusministerium seiner Verantwortung nicht gerecht. Sie fordert verpflichtende Unterstützungsangebote im neuen Schuljahr.

Ein freiwilliges Angebot

Die "Lernbrücken" sind ein freiwilliges Angebot an Schüler, die durch den Fernunterricht in der Corona-Zeit Probleme hatten, den Anschluss zu halten. Die für die Förderkurse benötigten Lehrer müssen sich ebenfalls freiwillig melden.

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