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Innovativ und ideenreich - so sollen Projekte aussehen, die den Deutschen Lehrerpreis erhalten. Mehrere Auszeichnungen gehen nach Baden-Württemberg, auch in den Kreis Rottweil.

In Berlin ist am Montag der Deutsche Lehrerpreis 2019 verliehen worden. Gleich mehrere Lehrer in Baden-Württemberg wussten schon vorab, dass sie zu den Preisträgern gehören werden. Zum Beispiel auch Eugenia Remisch, sie ist Konrektorin an der Grund- und Werkrealschule Villingendorf im Landkreis Rottweil. Im SWR hat sie berichtet, vor welchen besonderen Aufgaben die Siebtklässler in Villingendorf stehen, um einen Aufenthalt in einem Landschulheim in Irland zu "erwirtschaften".

Schüler müssen nach Sponsoren suchen

Der Bezug zur Praxis steht beim Irlandprojekt in Villingendorf im Vordergrund. Ziel ist es, einen Großteil des Geldes für die Reise selbst zu erwirtschaften. Die Schülerinnen und Schüler machen sich also auf die Suche nach Sponsoren. Dabei kommt es auf präzise Sprache und gute Formulierungen an, um Geldgeber mit einem durchdachten Marketing-Konzept zu überzeugen.

Es funktioniert besser, weil die Kinder wissen, wofür sie es machen.

Eugenia Remisch, Konrektorin der Grund- und Werkrealschule Villingendorf

Die Schüler organisieren aber auch Verkaufsaktionen von eigenen Produkten - die Preiskalkulation dafür lernen sie zuvor im Mathematikunterricht. Der Grund- und Werkrealschule geht es bei dem Projekt um einen ganzheitlichen Unterricht. Man setzt während des einen Jahres auf den Erwerb von Fähigkeiten, die im späteren Berufsleben notwendig sind - theoretisch unterstützt durch die Inhalte des Lehrplans.

"Kinder wachsen an Diskussionen"

Die Schülerinnen und Schüler lernen persönlich Verantwortung zu übernehmen: Zu Beginn wird eine Schüler-Genossenschaft gegründet - mit verschiedenen Abteilungen und Zuständigkeiten sowie mit einem Vorstand. "Dieses praxisorientierte, mit Aktionen Verbundene funktioniert ganz wunderbar", sagte Konrektorin Remisch im SWR.

Für die Zeit nach der Schule sei das Irland-Projekt ein großer Gewinn, sagte Remisch. Die Schüler hätten die Chance, durch die Kooperationen Kontakt zu unterschiedlichen Unternehmen aufzunehmen.

Projekt als Fundament für Berufsorientierung

"Was wir noch viel wichtiger finden, sind diese ganzen sozialen Kompetenzen, die die Kinder durch die Irland-Klasse mitnehmen. Bereiche wie Selbständigkeit, Frustrationstoleranz, Belastbarkeit - aber auch Höflichkeit Kunden gegenüber, Pünktlichkeit und auch Arbeit im Team," erläutert Remisch. Das sei fast noch wichtiger als Fundament für die Berufsorientierung in den Klassenstufen 8 bis 10.

Weitere Lehrerpreise nach Baden-Württemberg

Auch eine Lehrerin aus Pfullendorf im Kreis Sigmaringen erhält heute den Deutschen Lehrerpreis. Schüler der letzten beiden Abschlussklassen hatten sie für den Preis vorgeschlagen. Eine weitere Auszeichnung geht an eine Lehrerin vom Gymnasium Engen im Kreis Konstanz.

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