Eine Frau tankt Benzin - die Spritpreise steigen, doch ist die Erhöhung der Pendlerpauschale das richtige Mittel? (Foto: IMAGO, IMAGO / Rolf Poss)

Massive Unterschiede im Süden Deutschlands

Kartellamt: Benzinpreise in der Region Stuttgart mit am günstigsten

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Laut Kartellamt liegen beim Spritpreis bis zu 27 Cent zwischen den günstigsten und den teuersten Regionen Deutschlands. Dabei können Autofahrer in Stuttgart besonders günstig tanken.

In Stuttgart können aktuell Autofahrerinnen und Autofahrer Geld sparen. In Bayern tankt man derzeit dagegen mit Abstand am teuersten. Bei Superbenzin der Sorte E 5 ermittelte das Bundeskartellamt Unterschiede von bis zu 27 Cent pro Liter zwischen den günstigsten und teuersten Regionen Deutschlands, wie es am Donnerstag mitteilte.

Stuttgarter zahlen von 1,93 bis 1,96 Euro pro Liter Benzin

Insbesondere im Süden Bayerns mussten die Autofahrer demnach am vergangenen Montag im Tagesdurchschnitt zwischen 2,19 und 2,20 Euro pro Liter E5 ausgeben. Die günstigsten Regionen waren Teile Berlins, Stuttgart und Bremen mit Werten von 1,93 bis 1,96 Euro pro Liter.

Vor allem die niedrigen Preise in Teilen Baden-Württembergs überraschen: Zwischen dem sehr günstigen Stuttgart und der nächstgelegenen sehr teuren Region in Bayern sind nur rund 100 Kilometer Abstand. Auch Diesel war in weiten Teilen Bayerns bundesweit am teuersten.

Kosten für Sprit nach Steuerrabatt insgesamt hoch

Anders als beim Superbenzin war in Baden-Württemberg der Preis für Diesel vergleichsweise hoch. Insgesamt ist Sprit nach dem Ende des Steuerrabatts wieder sehr teuer: "Die Branche führt vor allem Knappheiten und Kostensteigerungen ins Feld", sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt. Es gebe "bestimmte Umstände" wie den Abbau von Raffineriekapazitäten in der Pandemie, den Wegfall von Importen aus Russland, Ausfälle von Raffinerien, Transportprobleme wegen des Niedrigwassers und den Wiederanstieg der Nachfrage, die man berücksichtigen müsse. "Ob die Preisentwicklung und der nach wie vor große Abstand zu den Rohölpreisen dadurch hinreichend erklärt werden kann, dem gehen wir in unserer Untersuchung der Raffinerie- und Großhandelsebene nach", so Mundt. Erste Ergebnisse soll es im Herbst geben.

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