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Grünes Licht für Astrazeneca: Baden-Württemberg nimmt die Impfungen mit dem umstrittenen Impfstoff wieder auf. Auch Ministerpräsident Kretschmann will sich am Freitag impfen lassen.

Bei den Corona-Schutzimpfungen kommt in Deutschland wieder der Impfstoff von Astrazeneca zum Einsatz. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gab am Donnerstagabend in Berlin bekannt, dass der am Montag angeordnete vorläufige Stopp der Impfungen aufgehoben werde. Zuletzt hatten Meldungen über mögliche Nebenwirkungen des Astrazeneca-Impfstoffs für Diskussionen gesorgt. Vor der Entscheidung in Berlin hatte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA bekannt gegeben, dass sie weiterhin an dem Astrazeneca-Präparat festhalte. Sie habe kein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel festgestellt, so die Behörde.

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Termine ab Freitag sollen eingehalten werden

Auch Baden-Württemberg folgt der neuen Entscheidung, gab das Gesundheitsministerium später am Abend bekannt. Alle Impftermine zwischen Freitag und Montag sollen demnach eingehalten werden. Die Landesregierung habe die Impfzentren darüber informiert. Termine, die in diesem Zeitraum durch eine Umbuchung auf einen anderen Impfstoff erhalten werden konnten, sollen unverändert bestehen bleiben. Minister Manfred Lucha (Grüne) zeigte sich zufrieden mit der neuen Entwicklung, den Impfstoff nach einer Prüfung wieder freizugeben.

Menschen, deren Termin Anfang dieser Woche durch den Impfstopp für Astrazeneca abgesagt werden musste und deren Daten auf die Warteliste genommen werden konnten, erhalten ab Freitag darüber hinaus ein neues Terminangebot. Die zentrale Terminvergabe bleibt aber vorerst geschlossen.

#BadenWürttemberg hat die Impfzentren darüber informiert, dass Impfungen mit #AstraZeneca ab Freitag, 19. März wieder aufgenommen werden sollen. Damit folgt das Land der neuen Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde #EMA. https://t.co/lsfkVVYWTD

Kretschmann will sich mit Astrazeneca impfen lassen

Am Freitagnachmittag soll Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) im Impfzentrum in der Stuttgarter Liederhalle seine erste Corona-Impfung bekommen. Er will seine Impfung auch als Werbung für den Impfstoff von Astrazeneca nutzen, der jetzt wieder zugelassen ist.

Er hatte mehrfach angekündigt, sich impfen zu lassen, sobald dies möglich sei. Auch im Landtagswahlkampf betonte der Grünen-Politiker, wie wichtig er eine möglichst frühzeitige Impfung gegen das Coronavirus findet. Mit seinen 72 Jahren ist Kretschmann impfberechtigt.

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Viele Reaktionen in den sozialen Medien

Die Ankündigung von Kretschmanns bevorstehender Corona-Impfung hat in den sozialen Medien hunderte Reaktionen ausgelöst. Kretschmann habe eine Vorbildfunktion und gehe mit gutem Beispiel voran, hieß es. Andere kritisierten zum Beispiel, dass es insgesamt zu wenig Impftermine gebe und dass viele Menschen seit Wochen keinen Impftermin bekommen können.

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