Zwei Menschen sitzen bei gutem Wetter in einem Biergarten und stoßen mit einem Bier an.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Tom Weller)

Wegen sinkender Inzidenzzahlen

Offene Hotels und Biergärten zu Pfingsten? Baden-Württembergische Landesregierung macht Hoffnung

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Die Infektionszahlen sinken in vielen Regionen. Deshalb ist die Landesregierung vorsichtig optimistisch: Unter bestimmten Voraussetzungen könnten zu Pfingsten Biergärten und Hotels im Land öffnen.

Damit die Auflagen gelockert werden können, müssen die Corona-Infektionszahlen an mehreren nacheinander folgenden Tagen niedrig sein, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Im Freien sei das Ansteckungsrisiko um das Zwanzigfache geringer. "Wenn man das nochmal verbindet mit einer entsprechenden Teststrategie, mit der Vorlage des Impfausweises, wenn man voll geimpft ist, dann kann man da schon Schritte in diese Richtung machen", so Kretschmann. Bei den Gastronomen herrsche Alarmstufe Rot, weil ihnen das Personal abhanden komme. Da nützten auch die staatlichen Hilfen nichts mehr, so der Grünen-Regierungschef. Zudem könnten die Gesundheitsämter Kontakte inzwischen auch bei Inzidenzen über 50 nachverfolgen.

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Öffnungen bei Inzidenzen unter 100

Auch Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) hält Lockerungen in den Pfingstferien für möglich. Dazu müsste die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer Region an fünf Tagen in Folge unter 100 sein. Dann könne es dort Möglichkeiten für Außengastronomie, Handel und Hotels geben. Außerdem, so der Sozialminister, sollten weitere Modelle wie in Tübingen untersucht werden. "Wenn sich das dann 14 Tage bewährt und die Inzidenz sinkt, dann werden wir weitere Bereiche versuchen mit einzubauen und dann weiter zu öffnen", sagte Lucha. Die Voraussetzung dafür sei aber, dass auch bei gelockerten Auflagen die Ansteckungszahlen zurückgingen.

Bei Reisen noch zurückhaltend

Zuvor hatte Ministerpräsident Kretschmann in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur die Hoffnung auf Reisen gedämpft. Wegen immer neu auftretender Mutanten sei die Lage noch zu unsicher. Es sei zu früh, wegen der leicht sinkenden Zahlen von einer Trendwende zu sprechen. "Da ist große Vorsicht geboten", so Kretschmann.

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Inzidenzen in Baden-Württemberg gesunken

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche ist zuletzt sowohl bundesweit als auch in Baden-Württemberg gesunken. Die sogenannte Inzidenz lag am Montag in Baden-Württemberg nach Angaben des Landesgesundheitsamtes bei 173,1. Vor einer Woche hatte der Wert hier noch 197,4 betragen. Erst wenn die Inzidenz stabil unter 100 liegt, können nach den Vorschriften der Bundes-Notbremse Gastronomie und Hotellerie wieder öffnen.

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