Polzeibeamte sind auf dem Stuttgarter Schlossplatz unterwegs, wo es in der Nacht erneut zu Ausschreitungen gekommen ist (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Christoph Schmidt)

Aufenthalts- und Alkoholverbote

Nach Krawallen an Wochenenden: BW-Städte halten an Verboten fest

STAND

In den vergangenen Wochen haben Hunderte Menschen in den Straßen verschiedener Städte im Land gefeiert. Das blieb nicht immer friedlich. Die Konsequenz: Die Polizei kontrolliert auch an diesem Wochenende.

In verschiedenen Städten in Baden-Württemberg gelten am Wochenende erneut Verbote an belebten Plätzen. Außerdem werden auch mehr Polizeikräfte in den Innenstädten unterwegs sein. In den vergangenen Wochen hatte es unter anderem in Stuttgart, Freiburg, Tübingen, Heidelberg und Karlsruhe größere Menschenansammlungen und teils Auseinandersetzungen zwischen Feiernden und der Polizei gegeben. Das soll mit der verstärkten Polizeipräsenz und den Verboten verhindert werden.

Glasverbot in Freiburg

In Freiburg gilt auf dem Platz der Alten Synagoge etwa ein Glasverbot. Dort hatten Mitte Juni bis zu 1.000 Menschen gefeiert und Polizistinnen und Polizisten mit Flaschen beworfen. Der Platz musste geräumt werden. In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag werde die Polizei nun eine erhöhte Präsenz zeigen, wie ein Polizeisprecher sagte. Unter anderem solle das Glasverbot kontrolliert werden.

Stuttgart setzt auf ein Aufenthaltsverbot

In der Landeshauptstadt Stuttgart will die Stadtverwaltung mit einem erneuten Aufenthaltsverbot auf zwei beliebten Plätzen in der Innenstadt ausufernde Partys verhindern. Zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens ist in der Nacht auf Sonntag der Aufenthalt am Marienplatz und am Feuersee nicht erlaubt.

Dagegen setzt Tübingen weiterhin auf ein Alkoholverbot in der Altstadt außerhalb der Gastronomie. Auch dort musste die Polizei Feiern auflösen. Sie wurden beschimpft und mit Flaschen beworfen. Anwohnerinnen und Anwohner hatten sich wegen des Lärms beklagt.

So berichtete SWR Aktuell am 27.6. über das Thema:

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