Euro-Banknoten und Euromünzen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Daniel Reinhardt/dpa)

Umfrage zur Finanzlage der Kommunen in BW

Haushalt 2021: BW-Kommunen überdurchschnittlich im Plus

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Die Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg stehen bei den Finanzen im bundesweiten Vergleich gut da. In 2021 machten sie den höchsten Überschuss - ergab eine KfW-Umfrage.

Die Kommunen im Land haben das Haushaltsjahr 2021 mit einem höheren Überschuss abgeschlossen als der gesamtdeutsche Durchschnitt. Zu dem Ergebnis kommt eine Umfrage im Auftrag der KfW-Förderbank. Fast vier Mal so hoch war demnach der Überschuss der baden-württembergischen Kommunen im Vergleich zum Rest von Deutschland. Das heißt: Im vergangenen Jahr schlossen die Kommunen in Baden-Württemberg ihr Haushaltsjahr 2021 mit einem Plus von 191 Euro je Einwohnerin und Einwohner ab. Der Bundesschnitt lag deutlich niedriger bei 55 Euro pro Einwohnerin und Einwohner.

Kommunen in BW weniger verschuldet als Bundesschnitt

Baden-Württembergs Städte und Gemeinden stehen außerdem bei den Schulden besser da als alle anderen Bundesländer. So betrug die Kassenkreditverschuldung der Kommunen im Land Ende 2021 etwa 62 Euro je Einwohnerin und Einwohner. Damit lag sie deutlich unter dem Durchschnitt aller Kommunen in Deutschland, der sich auf 382 Euro je Einwohnerin und Einwohner belief. "Kassenkredite werden von den Kommunen genutzt, um kurzfristig Haushaltslücken zu schließen", erklärte die Förderbank KfW am Montag.

Schlechte Noten der Kämmerer im Land

Bei den Kämmerinnen und Kämmerern der Kommunen, die die Ausgaben und Einnahmen verwalten, ist die Stimmung allerdings zum Großteil pessimistisch. Viele bewerten die Haushaltslage ihrer Gemeinden in der KfW-Umfrage eher schlecht. So geben fast die Hälfe der gut 700 Befragten ihrer Lage nur die Note "ausreichend" oder sogar "mangelhaft". Lediglich 21 Prozent empfanden ihre Situation als positiv.

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