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Kultusministerin Eisenmann denkt daran, die Weihnachtsferien in Baden-Württemberg zu verlängern. Angesichts der steigenden Zahlen von Schülern in Quarantäne scheint das ein verlockender Schachzug zu sein. Christian Susanka aus der SWR Landespolitik ist da skeptisch.

Aus dem Berufsalltag mag das der Eine oder Andere vielleicht kennen: Wenn‘s gerade nicht so gut läuft, dann verlängert man einfach den geplanten Urlaub. So die Überlegungen also aktuell für die Schulen im Land. Zugegeben: Dieses Jahr macht das doppelt Sinn. Statt am Mittwoch vor Weihnachten könnten die Ferien bereits am Freitag den 18. Dezember nach der Schule beginnen. Corona Hin oder Her. Das hat was.

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Vorschlag der Politik kommt zu spät

Fragen darf man aber schon, warum die Politik erst jetzt auf diese Idee kommt, quasi fünf Wochen vor Ferienbeginn. Zu einem Zeitpunkt, an dem viele Schulen ihre beweglichen Ferientage schon anderweitig verplant haben. Da sieht das alles doch eher so aus, als ob sich die Schulen irgendwie ans rettende Ufer der Ferien hinmogeln wollen. Ganz im Ernst: Eine wirkungsvolle Infektionsschutzmaßnahme ist das natürlich nicht - im Gegenteil. Für manche Familie mögen längere Weihnachtsferien eben auch eine falsch verstandene Einladung sein: Eben doch die Koffer packen und möglicherweise Verwandte besuchen. Die Idee in dem Fall also kontraproduktiv. Infektion bleibt eben Infektion, nur dass dann die Schulen dafür nicht mehr verantwortlich sind.

Verlängern der Weihnachtsferien alleine reicht nicht

Wer Mitte November auf die Weihnachtsferien schielt, der übersieht, dass Infektionsschutz an Schulen eben jetzt dringend verbessert werden muss: Mit geteilten Klassen und digitalen Unterrichtseinheiten. Ein rollierendes System, wie es auch viele Unternehmen längst praktizieren. Und auch das Robert-Koch-Institut vorschlägt und empfiehlt. Denn alleine die Urlaubsverlängerung ist weder für einen selber noch an den Schulen eine echte Lösung.

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