picture alliancedpa | Sebastian Gollnow (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Viele haben den Job gewechselt

Kliniken in BW: OP-Termine verzögern sich durch Personalmangel

STAND

Die Krankenhausgesellschaft BW nennt den Fachkräftemangel "bittere Realität". Sie fordert deshalb, Pflegekräfte sollen sich nicht impfen lassen müssen - und kürzer in Quarantäne.

Wegen des Fachkräftemangels müssen nach Angaben der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) auch weiterhin viele anstehende Eingriffe umgeplant oder verschoben werden. Die Organisation berichtet nach einer Umfrage unter ihren Mitgliedsunternehmen, mehr als 90 Prozent von ihnen fänden kaum noch Fachkräfte. Fast jedes siebte Krankenbett (14,3 Prozent) könne aus diesem Grund nicht mit Patientinnen und Patienten belegt werden.

"Es wird viel über Fachkräftemangel gesprochen, aber das ist nichts Theoretisches mehr: Das ist bittere Realität."

Die Coronapandemie habe die Personalsituation noch verschärft. Wegen der starken Belastung in der Pandemie sei der Krankenstand bei den Pflegekräften hoch. Außerdem hätten viele den Beruf ganz gewechselt.

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Kliniken fordern kürzere Quarantäne für Pflegekräfte

Zur Lösung des Problems forderte Scheffold am Montag in Stuttgart unter anderem, Pflegepersonal solle nicht so lange in Quarantäne müssen wie bisher.

Die Krankenhausgesellschaft (BWKG) fordert neben einer Verkürzung der Quarantänezeit ihrer Mitarbeitenden, die einrichtungsbezogene Impfpflicht für Pflegepersonal solle ausgesetzt werden. Die Regel werde im Gesundheitsbereich als ungerecht empfunden, sagte der BWKG-Vorstandschef zur Begründung.

Krankenhäuser verlangen mehr Geld vom Bund

Die Politik müsse außerdem "bürokratische Hürden" abbauen, forderte Scheffold: Die Zeit für Verwaltungsarbeit fehle in der Pflege. Doch die Situation habe nicht ausschließlich negative Folgen für Patientinnen und Patienten, sondern belaste die medizinischen Einrichtungen auch wirtschaftlich.

Sie könnten steigende Kosten nicht einfach weitergeben, da es festgelegte Preise gebe, so die BWKG. Der Bund müsse mehr Geld bereitstellen, da viele Einrichtungen unterfinanziert seien. Außerdem sei ein Inflationsausgleich nötig.

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Viele Kliniken in BW rechnen mit roten Zahlen

Rund 60 Prozent der BWKG-Mitgliedsunternehmen rechnen den Angaben zufolge damit, dass sie dieses Jahr mit einem wirtschaftlichen Verlust beenden. Die Organisation repräsentiert nach eigenen Angaben unter anderem fast 200 Kliniken und mehr als 700 Pflegeeinrichtungen in BW. Sie vertritt dabei deren Interessen gegenüber dem Staat, den Krankenkassen und der Öffentlichkeit.

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