Drei Klimaaktivisten der Gruppe "Letzte Generation" blockieren eine Straße in Stuttgart.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Marijan Murat)

Initiative "Letzte Generation"

Klima-Aktivisten blockieren Straßen in Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg

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Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten haben am Montagmorgen wieder mehrere Straßen in Baden-Württemberg blockiert. Sie gehören zur Gruppe "Letzte Generation" und fordern mehr Klimaschutz.

Mitglieder der Initiative "Letzte Generation" haben im Berufsverkehr am Montagmorgen die B27 in Stuttgart kurz vor Degerloch blockiert. Laut Polizei hatten sich drei Personen auf die Fahrspur gesetzt. Die Aktivistinnen und Aktivisten forderten die Autofahrer auf, eine Rettungsgasse zu bilden.

Einer der Aktivisten klebte bei der Aktion unter dem Motto "Stoppt den fossilen Wahnsinn" nach Polizeiangaben seine Hand mit Sekundenkleber auf die Fahrbahn. Die Feuerwehr rückte an, um den Demonstranten loszulösen. Mit der Aktion protestierte die "Letzte Generation" gegen Lebensmittelverschwendung und für mehr Klimaschutz.

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Man habe sie aufgefordert die Fahrbahn zu verlassen, da es sich um keine angemeldete Versammlung gehandelt habe. Wie eine Polizistin sagte, wurden zwei Aktivisten auf den Gehweg getragen. Die Blockade war nach einer halben Stunde beendet, es gab Verkehrsbehinderungen.

Ein Klimaaktivist der Gruppe "Aufstand der letzten Generation" wird von Polizisten von einer Straße in Stuttgart getragen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Marijan Murat)
Die Aktion von "Letzte Generation" war eine nicht-angemeldete Versammlung und wurde daher von der Polizei aufgelöst - doch nicht alle Aktivisten in Stuttgart räumten die Straße freiwillig. picture alliance/dpa | Marijan Murat Bild in Detailansicht öffnen
In Karlsruhe haben die Protestierenden die Abfahrt der Südtangente blockiert. Dort legten sie den Verkehr für mehr als eine Stunde lahm. Bild in Detailansicht öffnen
Manche der Aktivistinnen und Aktivisten der "Letzten Generation" griffen in Stuttgart zu drastischen Mitteln und klebten sich ihre Hände auf die Straße. picture alliance/dpa | Marijan Murat Bild in Detailansicht öffnen
In Karlsruhe kam es bei der Blockade der Klimaaktivisten "Letzte Generation" vereinzelt zu Diskussionen zwischen Verkehrsteilnehmern und Aktivisten. SWR, Rebecca Plies Bild in Detailansicht öffnen

Blockaden auch in Karlsruhe und Freiburg

Auch in Karlsruhe hatten sechs Aktivistinnen und Aktivisten am Montagmorgen gegen 7:30 Uhr auf der Abfahrt Kühler Krug aus Richtung Pfalz kommend die B10 für fast zwei Stunden lahmgelegt. In Fahrtrichtung Westen bildete sich auf der Südtangente ein Rückstau.

Karlsruhe

Mit Sekundenkleber den Verkehr angehalten Klimaaktivisten von "Letzte Generation" blockieren Berufsverkehr in Karlsruhe

Aktivisten der Umweltbewegung "Letzte Generation" haben am Montagmorgen eine Abfahrt der Karlsruher Südtangente blockiert. Zwei Aktivisten klebten sich an der Fahrbahn fest.  mehr...

Die Polizei ließ die Aktivisten zunächst gewähren. Zwei Personen, die sich mit Sekundenkleber an der Fahrbahn festgeklebt hatten, mussten abgelöst werden. Der Verkehr wurde rückwärts aus der Abfahrt abgeleitet. Nach einigen Gesprächen mit den Polizeibeamten und Vertretern der Stadt Karlsruhe verließen die Aktivisten freiwillig die Fahrbahn und beendeten ihre Blockade.

Auch auf Twitter machte die Initiative "Letzte Generation" auf ihre Aktionen in BW aufmerksam.

Eine weitere Straßenblockade gab es am Montagmorgen in Freiburg auf der B31 Richtung Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis). Es hatten sich vier Personen auf der Straße festgeklebt. Insgesamt sieben Menschen nahmen an der Aktion der Initiative "Letzte Generation" teil. Auf der B31 bildete sich laut Polizei ein Stau von etwa sechs Kilometern. Die Versammlung wurde mittlerweile aufgelöst.

Bundesweite Aktionen

Die Gruppe "Letzte Generation" blockiert seit Monaten deutschlandweit immer wieder Straßen und Autobahnen. Die Aktivistinnen und Aktivisten fordern aktuell einen "Stopp des fossilen Wahnsinns". Nach Angaben eines Sprechers setzen sie sich derzeit vor allem dafür ein, dass es beispielsweise keine neuen Ölbohrungen in der Nordsee gibt. Außerdem treten sie für ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung ein sowie eine Agrarwende, um Treibhausgase zu mindern.

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