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Die Evangelische Landeskirche in Württemberg zieht Konsequenzen aus dem erwarteten Einnahmenrückgang bei der Kirchensteuer. Die Kirche wird bis 2025 ihre einzelnen Budgets jährlich um 0,9 Prozent kürzen, so Finanzdezernent Martin Kastrup am Samstag in Stuttgart. Das Personal an Kirchenbeamten und Angestellten soll pro Jahr um ein Prozent abgebaut werden. Kastrup warnte davor, Einzahlungen in die Pensionskassen kirchlicher Beschäftigter zu vernachlässigen - ohne diese könne man etwa dem Pfarrdienst keine nachhaltige Zukunft bieten. Der Vorsitzende des Finanzausschusses der Landessynode, Pfarrer Tobias Geiger, wies darauf hin, dass die Kirche angesichts von Lohnerhöhungen und Preissteigerungen bis 2025 ein reales Minus von mehr als zehn Prozent erwarte. Aufgrund der Geldknappheit will die Synode den kirchlichen Tagungsstätten Löwenstein bei Heilbronn und Bittenhalde in Tieringen (Zollernalbkreis) keine zusätzliche Corona-Unterstützung geben. Gewähre man hier Hilfen, sei mit Folgeanträgen zu rechnen - etwa vom Ulmer Münster wegen nicht verkaufter Eintrittskarten oder von der Stiftskirchenmusik in Stuttgart wegen ausgefallener Konzerte, sagte Geiger.

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