Erhalt des keltischen Erbes in Baden-Württemberg Landesregierung will "Keltenkonzept" erarbeiten

Ein landesweites Konzept soll die keltischen Fundstätten im Land miteinander verbinden und für Besucher attraktiver machen. Die älteste Stadt nördlich der Alpen soll dabei eine besondere Rolle einnehmen.

Die baden-württembergische Landesregierung will das historische Erbe der Kelten im Land sichtbar und erlebbar machen. Dafür hat das Land dem Wissenschaftsministerium kürzlich den Auftrag erteilt, zusammen mit anderen Ministerien, Finanzierungswege und Details für ein landesweites "Keltenkonzept" zu erarbeiten.

Mittelpunkt im "Keltenkonzept": Der Nachbau der keltischen Heuneburg bei Sigmaringen (Foto: picture-alliance / dpa)
Soll im "Keltenkonzept" einen wichtigen Platz einnehmen: die Heuneburg bei Sigmaringen (Archiv).

Heuneburg übernimmt Schlüsselrolle

Eine Schlüsselrolle soll dabei die Heuneburg (Landkreis Sigmaringen) an der oberen Donau einnehmen. Die Anlage war vor 2.600 Jahren ein Fürstensitz und Handelszentrum mit Beziehungen bis in den Mittelmeerraum und mit etwa 5.000 Menschen die älteste Stadt nördlich der Alpen. Ein Freilichtmuseum vermittelt Besuchern heute das keltische Leben. Der Landkreis Sigmaringen will die Heuneburg mit seinen spektakulären Funden zu einem Erlebniszentrum ausbauen, ist aber mit der Finanzierung von etwa zwölf Millionen Euro überfordert. Bei dem Projekt könnte das landesweite Konzept weiterhelfen.

Eingebunden sollen auch die anderen 16 baden-württembergischen Orte der Kelten wie der Heidengraben auf der Reutlinger Alb und das Fürstengrab von Hochdorf bei Ludwigsburg werden. Bis Ende des Jahres soll das "Keltenkonzept" stehen.

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