Landgericht Karlsruhe (Foto: IMAGO, Nicolaj Zownir)

Zweieinhalb Jahre Gefängnis

Landgericht Karlsruhe: Haftstrafe wegen Planung eines Terroranschlags

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AUTOR/IN
Martin Besinger

Ein 22-Jähriger ist am Montag vom Landgericht Karlsruhe zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde beschuldigt, einen terroristischen Anschlag geplant zu haben.

Der Verurteilte wird dem radikal-islamistischen Spektrum zugerechnet. Die Staatsanwaltschaft warf ihm Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Terrorismusfinanzierung und den Versuch des unerlaubten Erwerbs einer Kriegswaffe vor.

Urteil milder als von der Staatsanwaltschaft gefordert

Das Gericht blieb mit seiner Entscheidung am Montag unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die auf fünf Jahre und neun Monate plädiert hatte. Die Verteidigung des Deutschen hatte einen Freispruch gefordert. Der Richter kritisierte fehlende Kommunikation des Verfassungsschutzes, das habe teilweise zu Entscheidungen zugunsten des Angeklagten geführt. Deshalb nur zweieinhalb Jahre Haft für den 22-Jährigen.

Festnahme nach fingiertem Waffenverkauf

Der Mann war im vergangenen Sommer am Bahnhof in Kehl (Ortenaukreis) festgenommen worden. Dort hatten verdeckte Ermittler den Verkauf eines vollautomatischen Sturmgewehrs vorgetäuscht.

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Martin Besinger