Studierende mit Abstand und Mundschutz in einer Vorlesung (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Rückkehr zu Präsenz-Studium

Karlsruher Hochschulen: Startet das Wintersemester wieder im Hörsaal?

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Jürgen Essig

Zum Start des Wintersemesters wollen die Hochschulen in Karlsruhe fast alle zu Präsenz-Vorlesungen zurückkehren. Studiert wird dann mit Maske und unter Einhaltung der 3G-Regel.

Genesen, getestet, geimpft, dazu eine weitgehende Maskenpflicht, so will das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) seinen Studierenden zum Start des Wintersemesters so viel Präsenzunterricht anbieten wie nur möglich. Dabei müsse man wegen der steigenden Corona-Zahlen auf Sicht fahren und auf neue Landesverordnungen reagieren, so der für die Lehre zuständige Vizepräsident, Alexander Wanner.

"Es wird deutlich mehr Präsenz-Veranstaltungen geben als in den zurückliegenden drei Semestern, aber wir werden zum Start des Wintersemesters noch keinen Normalbetrieb wie vor der Corona-Pandemie haben."

Hygienevorschriften und andere Verhaltensregeln müssen zum Start des neuen Semesters am 1. Oktober beachtet werden. Das Zauberwort heißt dabei 3G: also genesen, getestet oder geimpft muss man sein, dann können deutlich mehr Studierende an Seminaren und Vorlesungen teilnehmen, denn dann muss man die Abstandspflicht nicht mehr einhalten. Die Maske muss dennoch getragen werden. Nur, wer beispielsweise ein Referat vor den anderen hält, darf die Maske abnehmen.

"Wer im Hörsaal sitzt und zuhört, muss eine Maske tragen."

Hochschule plant fast vollständige Rückkehr zur Präsenz

Eine weitgehende Maskenpflicht gilt auch an der Hochschule Karlsruhe. Sie plant als Hochschule für angewandte Wissenschaften sogar eine fast vollständige Rückkehr zum Präsenz-Unterricht. Nur in Ausnahmen soll noch Online-Unterricht angeboten werden, erklärte Rektor Frank Artinger dem SWR. Die Hochschule lebt von ihrem Praxisbezug, von der Arbeit im Labor und in den Werkstätten. Deshalb wird ein extra engagierter Sicherheitsdienst Stichproben auf dem Campus machen, um die Einhaltung der 3G-Regel zu kontrollieren, erklärt Rektor Artinger, auch wenn das seinem Verständnis von Hochschule eigentlich widerspricht.

"Wir hoffen und setzen vor allem auf die Vernunft der Studierenden, denn wir wollen bei uns keinen Kontrollbetrieb aufbauen - denn Hochschulen sind Orte des freien Denkens."

Unsicherheit bei den Studierenden

Die Studierenden freuen sich auf die geplante Präsenz an den Unis. Leon Hülsenbeck kommt im Herbst ins fünfte Semester in seinem Architekturstudium am KIT. Er hat einen Protestbrief an die Politik und die Hochschulen geschrieben, und er zeigt sich durchaus erleichtert über die Pläne der Unis.

"Es ist gut so, aber es ist alles noch sehr, sehr vage - man hat immer noch keine Sicherheit, wie das Studium stattfinden kann."

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