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Etwa 400 Interessierte kamen am Donnerstagabend zu einer Info-Veranstaltung zum geplanten Windpark Lußhardt an der A5. Unter ihnen waren viele Gegner des Projekts.

Diese Windräder machen keinen Sinn, so formulierte es der Bürgermeister von St. Leon-Rot, Alexander Eger. Er lehnt den Windpark rundweg ab und hält den Standort für völlig ungeeignet, genau wie viele weitere Gegner des Projekts, das die Karlsruher Firma Altus AG plant.

25.000 Haushalte sollen mit Strom versorgt werden

Im Wald südlich von St. Leon-Rot (Rhein-Neckar-Kreis) und nördlich von Bad Schönborn (Landkreis Karlsruhe) sollen zehn jeweils fast 240 Meter hohe Windkraftanlagen gebaut werden, die etwa 25.000 Haushalte mit Strom versorgen sollen. Ein Windrad soll 1.200 Meter von der Wohnbebauung in St. Leon entfernt stehen.

Dauer

Die Gegner sehen in dem Projekt große Gefahren für das Trinkwasser und für die Tierwelt. Sie fürchten den Lärm der Rotorblätter ebenso wie den massiven Eingriff in den Wald als Naherholungsgebiet.

Windpark liefert laut Gutachten genug Energie

Umwelt-Staatssekretär Andre Baumann und zahlreiche weitere Befürworter des Projekts betonten dagegen die Bedeutung des Projekts für den Klimaschutz. Die Altus AG stellte Windgutachten vor, die die Wirtschaftlichkeit des Projekts belegten. Im Untersuchungs-Zeitraum wurden mittlere Windgeschwindigkeiten gemessen, die sogar noch über den Erwartungen gelegen hätten.

Zudem schloss das Unternehmen auch im Havariefall eine Gefährdung der Grundwasser-Brunnen aus. Geeignete Flächen für Ausgleichsmaßnahmen, sprich Aufforstungen, seien ebenfalls vorhanden. Für weitere Themenbereiche wie Schall, Schatten, Natur und Artenschutz stünden die abschließenden Gutachten noch aus.

Voraussichtlich Ende März soll der Antrag auf Genehmigung für den Windpark beim Landratsamt Karlsruhe eingereicht werden.

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