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10 Jahre nach dem Atomunglück von Fukushima läuft im Kernkraftwerk Philippsburg (Landkreis Karlsruhe) der Rückbau nach Plan. Für den Betreiber EnBW war das Unglück der Beginn der Energiewende.

Mit der Katastrophe von Fukushima kam auch das Ende der Atomkraft in Philippsburg. Wenige Tage später wurde Philippsburg I, einer der ältesten Reaktoren Deutschlands, abgeschaltet. Für die Stadt ein riesiger Einschnitt.

Die Atomkraftgegner gehörten in Philippsburg 2011 eher zur Minderheit und bekamen das auch von ihrem Umfeld zu spüren. In der Atom-Gemeinde galt eine Solaranlage als Provokation. Als sich aber um die Jahrtausendwende die meldepflichtigen Störfälle im KKW häuften, wuchsen die Zweifel an der Kernkraft auch in Philippsburg.

"Ich war einer der ersten, der eine Solaranlage auf dem Dach hatte. Ich wurde beschimpft, meine Kinder wurden im Kindergarten, in der Schule beschimpft."

Bernd Haffner, Bürgerinitiative Philippsburg

Grünen-Bundestagsabgeordnete Kotting-Uhl war mehrfach in Fukushima

Auch die Karlsruher Bundestagsabgeordnete der Grünen, Sylvia Kotting-Uhl, beschäftigt sich seit Jahren mit der Katastrophe. Die Vorsitzende des Umweltausschusses des Deutschen Bundestags war als atompolitische Expertin mehrfach in Japan und berichtete im Interview mit dem SWR auch über die Situation vor Ort:

Mit dem Unglück von Fukushima änderte sich schlagartig alles - auch für den Betreiber des Kernkraftwerks Philippsburg EnBW.

"Mit Fukushima war einfach klar, das Thema Kernenergie hat sich in Deutschland erledigt."

Jörg Michels, Geschäftsführer EnBW Kernkraft GmbH

Ende 2019 wurde auch der Reaktor Philippsburg II vom Netz genommen. Im Mai 2020 sackten die beiden Kühltürme bei einer spektakulären Sprengung in sich zusammen. Für die Philippsburger verschwanden damit die beiden prägenden Symbole des Stadtbilds für immer.

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