Streikende mit Bannern und Fahnen vor dem Witzenmann-Gebäude in Pforzheim (Foto: SWR, Peter Lauber)

IG Metall fordert acht Prozent mehr Lohn

Hunderte Metaller bei Warnstreiks in Pforzheim und Bühl

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Peter Lauber
Ein Bild von Peter Lauber (Foto: SWR, Patricia Neligan)
Patrick Neumann
Patrick Neumann (Foto: SWR, SWR -)

In mehreren Metall- und Elektrobetrieben in der Region beteiligten sich die Beschäftigten am Freitag an Warnstreiks. In der aktuellen Tarifrunde wollen sie ihrer Forderung nach acht Prozent mehr Lohn Nachdruck verleihen.

Mit einer Menschenkette vor den Werkstoren haben am Freitagvormittag knapp 200 Mitarbeiter des Pforzheimer Metallschlaucherstellers Witzenmann auf ihre Forderungen nach mehr Geld aufmerksam gemacht.

Das bisherige Angebot der Arbeitgeber – steuer- und abgabenfrei 3.000 Euro auf 30 Monate - sei völlig indiskutabel, könne nicht einmal als Angebot verzeichnet werden, meinte IG-Metall-Sprecher Arno Rastetter. Denn inflationsbereinigt sei dies sogar ein Minusgeschäft für die Beschäftigten.

Mitarbeiter von Witzenmann in Pforzheim bilden eine Menschenkette (Foto: SWR, Peter Lauber)
Mitarbeiter von Witzenmann in Pforzheim bilden eine Menschenkette Peter Lauber

Die Vorsitzende des Betriebsrats bei Witzenmann, Cornelia Ast, erklärt die Reaktionen der Belegschaft damit, dass die Arbeitgeber ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt hätten.

"Die Beschäftigten erwarten einen weitgehenden Inflationsausgleich."

Ein Gewerkschafter in rotem IG-Metall-T-Shirt steht auf einer Pallette und spricht zu den Streikeden bei Schaeffler in Bühl (Foto: SWR, Patrick Neumann)
Streik-Kundgebung bei Schaeffler in Bühl Patrick Neumann

"Acht Prozent mehr - sonst kracht´s"

Etliche hundert Mitarbeiter der Schaeffler-Standorte Lahr und Bühl haben sich am Freitag in Bühl mit Rasseln und Trillerpfeifen zum Warnstreik vor den Werkstoren getroffen. "Acht Prozent mehr - sonst kracht´s", steht auf Transparenten. Der Lohn muss rauf, so die einhellige Meinung der Schaeffler-Beschäftigten.

Hier wird in Rastatt, Baden-Baden, Karlsruhe und Ettlingen gestreikt

Weitere Warnstreiks, zum Teil mit Kundgebungen, fanden am Freitag bei Maquet in Rastatt und Becker Avionics in Baden-Baden statt. In Karlsruhe beendeten die Beschäftigten von Siemens und Isenmann Siebe, in Etllingen die von Klingelnberg, Liebherr und Flowserve Flow Control ihre Arbeit früher.

Gewerkschaft IG Metall fordert acht Prozent mehr Lohn

Günter Schmidtke von der IG Metall Karlsruhe ist sich sicher, dass die Warnstreiks die Verhandlungskommission der IG Metall Baden-Württemberg in den laufenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie, die am 8. November in die nächste Runde gehen, stärken wird.

Zwei Streikende bei Witzenmann mit Schildern mit der Aufschrift "Zikunft sichern". Hinter ihnen steht eine fast mannshohe, rote 8 und ein Prozentzeichen. (Foto: SWR, Peter Lauber)
Warnstreik bei Witzenmann in Pforzheim Peter Lauber

Am Freitag beteiligten sich bis zum Nachmittag nach Gewerkschaftsangaben 20.000 Beschäftigte aus rund 50 Betrieben im Land an Warnstreiks, Kundgebungen oder Frühschlussaktionen. Auch in den kommenden Tagen sind Beschäftigte aus etlichen Betrieben aufgerufen, zeitweise die Arbeit niederzulegen.

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