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Mit wachsendem Unmut reagiert die CDU Parteibasis auf Entscheidungen ihrer Parteiführung in Berlin und Stuttgart. In einem offenen Brief etwa wendet sich Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen an die Landes CDU.

In dem Brief, den Margret Mergen gemeinsam mit ihren Oberbürgermeisterkollegen aus Ravensburg und Konstanz verfasst hat, wird eine inhaltliche und personelle Erneuerung der CDU gefordert. Zum einen müsse die CDU neue Inhalte aufgreifen, wie etwa den Klimawandel, um für jüngere Menschen und für Menschen in den Städten glaubhafter zu werden. Zum anderen sollte die Partei ihren Frauenanteil überdenken.

Interne Kritik am Zeitpunkt der Kritik

Solche Kritik kommt für den CDU-Europaabgeordneten und Kreisvorsitzenden im Landkreis Karlsruhe, Daniel Caspary, allerdings zur Unzeit. Erst müssten die Koalitionsverhandlungen mit den Grünen beendet sein, danach könne sich die Partei um sich selbst kümmern, fordert er.

Bei der CDU kracht es im Gebälk. Der Frust an der Basis über das schlechte Landtagswahlergebnis und über die schamlose Selbstbedienungsmentalität in der Masken- und in der Aserbaidschan-Affäre ist groß. Und Kanzlerin Merkel hat heute noch einmal eindrucksvoll belegt, wie wenig die Union in Sachen Corona eine einheitliche Linie zustande bekommt. Da ist es nicht verwunderlich, dass Abgeordnete wie Kai Whittaker aus Baden-Baden oder seine Parteikollegin, die Oberbürgermeisterin Margret Mergen eine inhaltliche und personelle Erneuerung der CDU fordern, wie SWR-Reporter Heiner Kunold berichtet:

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