Wildtierbeauftragter Martin Hauser

Von Luchs Toni und dem Wolf im Nordschwarzwald

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Diesmal im Sonntagsspaziergang: Jürgen Essig trifft den Wildtierbeauftragten Martin Hauser, der so nah an Wolf und Luchs dran ist, wie wohl kaum ein anderer im Nordschwarzwald.

Alles war vorbereitet im April vergangenen Jahres. Eine Falle wurde mit einem Lockstoff im Murgtal platziert, der Duft eines Luchs-Weibchens zeigte Wirkung. Tatsächlich tappte Toni, so der Name des Luchses im Nordschwarzwald, in die Falle. „Ein unglaubliches Gefühl war das, ihn mit diesem tollen Fell da in der Kiste ganz ruhig sitzen zu sehen“, erzählt der Wildtierbeauftragte des Landkreises Rastatt Martin Hauser im Sonntagsspaziergang in SWR4 Baden-Württemberg.

Toni hat jetzt einen Sender am Hals

„Dieses Erlebnis würde ich mit nichts auf der Welt tauschen“. Zusammen mit Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt  in Freiburg stattete er Toni mit einem Peilsender aus und verfolgt seither dessen Streifzüge durch die Region.

Der Wildtierbeauftragte des Landkreises Rastatt Martin Hauser in seinem Garten (Foto: SWR)
Der Wildtierbeauftragte des Landkreises Rastatt Martin Hauser

Martin Hauser war über 30 Jahre lang Förster auf dem Kaltenbronn und kennt die Gegend wie seine Westentasche. Neben Luchs Toni kümmert er sich seit vielen Jahren auch um den Erhalt der letzten Auerhühner im Nordschwarzwald. Dabei macht ihm die Pandemie derzeit Sorgen.

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