Vesperkirche in Karlsruhe gestartet (Foto: SWR)

Zum zweiten Mal unter Pandemie-Bedingungen

Mehr als erwartet: Großer Andrang bei Karlsruher Vesperkirche

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AUTOR/IN
Katharina Raquet

Die Vesperkirche in Karlsruhe war dieses Jahr sehr gut besucht - auch wenn Corona die Bedingungen wieder einmal erschwerte. Am Sonntag ist sie zu Ende gegangen.

Der Zuspruch in den letzten vier Wochen sei größer als im vergangenen, im ersten Corona-Jahr, gewesen, erzählt Pfarrerin Lara Pflaumbaum. Sie organisiert seit Jahren die Vesperkirche in der Karlsruher Südstadt.

Mehr als 8.000 Essen ausgegeben

Über 8.000 Essen zum Mitnehmen wurden insgesamt vor der Johanniskirche ausgegeben - mehr als geplant. Alles natürlich unter Corona-Bedingungen – draußen an Hütten wurde Essen ausgegeben, aber auch Kaffee, Kuchen und selbst gestrickte Mützen und Handschuhe. Essen in der Kirche war erneut nicht möglich.

Karlsruhe

Essen in der Kirche ist nicht erlaubt Essen nur zum Mitnehmen: Karlsruher Vesperkirche findet dennoch statt

Am Sonntag ist die Karlsruher Vesperkirche gestartet. Wegen Corona ist es auch dieses Jahr nicht erlaubt, in der Kirche zu essen. Das Essen wird stattdessen draußen ausgegeben.

Die Besucher der Vesperkirche draußen brauchten keinerlei Impf- oder Testnachweis, nur Maske und Abstand. Alles sei sehr zivilisiert abgelaufen, berichtete Pfarrerin Pflaumbaum.

"Klasse, dass es gut gegangen ist. Es ist wichtig, dass wir überhaupt was machen."

Vier Wochen lang haben sich täglich gut 40 Ehrenamtliche um die Menschen in oder besser vor der Vesperkirche gekümmert. Das sei durchaus eine Herausforderung gewesen, so Pflaumbaum, denn in der zweiten und dritten Woche fielen viele Helferinnen coronabedingt aus. Ersatz musste her.

Alles in allem habe es jedoch sehr gut geklappt und auch mit dem Wetter habe man Glück gehabt - es gab nur wenig Niederschlag, so die Organisatorin weiter.

Tierarzt-Sprechstunde beliebter als ärztliche Sprechstunde für Menschen

Die ärztliche Sprechstunde war längst nicht so nachgefragt wie das Angebot der Tierarzt-Sprechstunde. Das habe den einfachen Grund, so Pfarrerin Pflaumbaum, dass die Tiere oft echte Wegbegleiter für die Gäste der Vesperkirche seien, aber keiner eine Versicherung für die Tiere, meist Hunde, habe. Daher werde die Sprechstunde gegen einen geringen Obulus gerne genutzt.

Impfangebot in der Vesperkirche

Zudem gab es ein Impfangebot an zwei Tagen, das gut 40 Menschen wahrgenommen haben – meist für eine Auffrischungsimpfung. Gefragt war auch das Angebot einer Kleiderkammer in der Johanniskirche.

"Die Menschen sind jetzt dankbarer als wenn die Vesperkirche in der Kirche stattfindet."

Nach dem Ende der Vesperkirche am Sonntag öffnet am 23. März das Café Dia wieder an der Johanniskirche in der Karlsruher Südstadt – ebenfalls mit Essensangebot und Kleiderkammer. Was sonst noch angeboten werden kann, hängt von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab.

Die Pforzheimer Vesperkirche geht noch bis 13. Februar. Hier rechnet man mit rund 11.000 Essen, die ausgegeben werden.

Pforzheim

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