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Im Prozess wegen eines Messerangriffs in einer Karlsruher Anwaltskanzlei wurde der Angeklagte vor dem Landgericht Karlsruhe wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Der Angeklagte hatte im Mai 2019 den Onkel seiner Verlobten mit einem Messer angegriffen, da dieser wegen Schulden der Frau Vollstreckungsmaßnahmen durchsetzen wollte.

Gericht erkannte keine Tötungsabsicht

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Haftstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten wegen versuchter Tötung gefordert. Das Gericht konnte aber keine Tötungsabsicht erkennen. Der Angeklagte hatte mehrmals die Möglichkeit, das Opfer mit gezielten Stichen zu töten. Stattdessen fügte er ihm nur eine Schnittverletzung an der Hand zu, so die Begründung des Gerichts.

Angeklagter zeigte Reue

Die Verteidigung hingegen forderte eine Bewährungsstrafe für ihren Mandanten. Diese schloss der Richter aber wegen der Schwere der Tat aus. Zumal der Angeklagte mehrfach vorbestraft ist. Mildernd wirkte sich jedoch aus, dass der 26-Jährige sich aktiv um eine Versöhnung mit dem Opfer bemühte und Reue für seine Tat zeigte.

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