Umzug der Vidia-Klinik in Karlsruhe (Foto: SWR)

Logistische Herausforderung für Klinik

Neues ViDia Krankenhaus in Karlsruhe - wie ein OP und Patienten umziehen

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Markus Bender

In Karlsruhe sind die letzten Patienten der ViDia Klinik in den Neubau umgezogen. Ein großer logistischer Kraftakt für Patienten und Mitarbeiter geht damit nach Monaten zu Ende.

Krankenschwester Nadine Andreatta hat eine Menge zu tun. Wertvolle Geräte aus dem Operationssaal der Unfallchirurgie müssen zusammengebaut und durch die großen Schleusen nach außen manövriert werden: "Es ist ein logistischer Großaufwand, weil man gucken muss, dass alles heil aus dem OP-Saal raus kommt", sagt die Krankenschwester. Immerhin kostet so ein Gerät mehrere zehntausend Euro.

Krankenschwester Nadine Andreatta gibt Einblicke in den Umzug:

30 Patienten werden mit dem Krankenwagen verlegt

Reges Treiben herrscht seit dem Morgen auf der gesamten Station der Unfallchirurgie. Kisten müssen gepackt und die Patienten für den Transport vorbereitet werden. "Wir sind schon ein bisschen aufgeregt", sagt Krankenschwester Ute Kirsch, während sie die letzten Dinge in die Tasche von Patientin Renate Notter packt.

Vidia-Klinik in Karlsruhe zieht um (Foto: SWR)
Krankenschwester Ute Kirsch bereitet Renate Notter auf den bevorstehenden Umzug vor.

Für die 86-Jährige ist das "ein Abenteuer", wie sie sagt. Sie wird von zwei Sanitätern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unterstützt, sich auf eine Transporttrage zu legen - dann geht es für sie mit dem Krankenwagen ein kurzes Stück quer durch Karlsruhe zum Neubau des Klinikums.

Klinikum mit vielen Extras

Die neue Klinik in der Karlsruher Steinhäuserstraße bietet für rund 200 Millionen Euro Baukosten einige Superlative: Fast 200 Patientenzimmer, 14 Operationssäle und einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach. In der neuen Klinik werden acht Fachkliniken zusammengefasst: Orthopädie, Wirbelsäulentherapie, Unfallchirurgie und Sportmedizin bilden als so genanntes Muskoloskeltales Zentrum einen Schwerpunkt.

Außerdem entsteht in der Steinhäuserstraße das größte HNO-Zentrum in Süddeutschland. Zehntausend Eingriffe sind hier jährlich geplant. 12.000 stationäre Patienten werden pro Jahr erwartet.

Neuer Klinikstandort bündelt viele Fachabteilungen

Alles ist modern, hell und freundlich am neuen Klinikstandort. Und der hat für Lars-Johannes Lehmann viele Vorteile, weil viele Fachstationen unter einem Dach gebündelt werden: "Das bringt uns natürlich schon weiter, weil wir kurze Wege haben in der Versorgung, sagt der Klinikdirektor für Unfall- und Handchirurgie.

"Alles an einem Ort geballt, das bringt viele Vorteile für den Patienten."

Fünf Jahre hat es gedauert, bis der neue Klinikstandort fertig gebaut wurde. Jetzt geht er in den Regelbetrieb über. Schon seit wenigen Wochen sind bereits andere Stationen dorthin umgezogen, nun folgt mit der Unfallchirurgie die letzte. Auch dort werden wieder Operationen stattfinden, bei denen auch Krankenschwester Andreatta unterstützen wird: "Wir haben natürlich lange gewartet bis wir endlich in den Neubau ziehen können", sagt sie.

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