Zwei Kochstellen eines Gasherdes (Foto: IMAGO, Dirk Sattler)

Auswirkungen des Ukraine-Kriegs

Karlsruher EnBW sieht derzeit keine Gefährdung der Gasversorgung

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Eckehard Jayme

Der Karlsruher Energiekonzern EnBW sieht momentan keine Gefährdung der Gasversorgung. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin liefern die russischen Vertragspartner derzeit die zugesagten Gasmengen.

Laut EnBW könnten auf die Gas-Kunden wegen des Ukraine-Kriegs allerdings höhere Preise zukommen. Das Unternehmen kaufe das Gas für ihre mehrere hunderttausend Kunden am deutschen Großhandelsmarkt ein. Aufgrund der langfristigen Beschaffungsstrategie der EnBW könnten sich dauerhaft hohe Preise mit einem Zeitversatz auf die Endkunden auswirken.

Russisches Gas werde weiter nach Deutschland geliefert

Generell sei die Versorgungssicherheit derzeit nicht gefährdet. Russisches Gas würde in den vereinbarten Mengen weiter nach Deutschland kommen. Zudem deckten weitere Lieferungen aus Norwegen und den Niederlanden die Nachfrage ab, so die EnBW. Zum Jahreswechsel hatte die EnBW die Preise für die Grundversorgung beim Gas erhöht und bei Wärmestrom gesenkt. Den Anstieg beim Gas begründete der Versorger unter anderem mit signifikant höheren Beschaffungskosten.

Steigende Preise werden erwartet

Russland ist ein großer Gaslieferant für Deutschland und Europa. Präsident Wladimir Putin hatte gesagt, trotz Sanktionen des Westens die Gaslieferungen ins Ausland nicht stoppen zu wollen. Sein Vorgänger Dmitri Medwedew hatte nach dem Stopp des Genehmigungsverfahrens für die Ostsee-Gaspipeline "Nord Stream 2" allerdings mit deutlich steigenden Gaspreisen gedroht: "Nun gut, herzlich willkommen in der neuen Welt, in der die Europäer bald 2.000 Euro pro 1.000 Kubikmeter Gas zahlen", schrieb er bei Twitter.

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