Elefantenkuh Nanda aus dem Karlsruher Zoo ist verstorben (Foto: Maike Franzen/Zoo Karlsruhe)

Ehemaliges Zirkustier musste eingeschläfert werden

Karlsruher Zoo trauert um Elefantenkuh Nanda

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Der Karlsruher Zoo trauert um seine Elefantenkuh Nanda. Wie die Stadt mitteilte, musste das hochbetagte Tier am Mittwoch eingeschläfert werden.

Nanda kam 2016 in die Karlsruher Seniorenresidenz für Elefanten, nachdem sie Jahrzehnte in mehreren Zirkussen gelebt hatte. Das genaue Alter von Nanda ist unklar, sie war mindestens 54 Jahre alt, was für Elefanten ein äußerst hohes Alter ist, so Zoodirektor Matthias Reinschmidt.

"Es ist ein Alter, das die Tiere in der Natur normalerweise nicht erreichen."

In der Altersresidenz habe sie noch sehr schöne Jahre verbringen können. Das sei ein guter Trost bei einem solch traurigen Ereignis, erklärte Reinschmidt.

Gesundheitszustand hatte sich stark verschlechtert

In den vergangen Tagen hatte sich der Gesundheitszustand der Elefantenkuh stark verschlechtert, seit Monaten hatte sie körperlich stark abgebaut.

"Sie war an Kopf, Rücken und Hüfte stark eingefallen. Ihr Allgemeinzustand wurde immer schlechter."

Sie habe nur noch sehr wenig gefressen, obwohl ihre Zähne für ihr Alter noch in Ordnung gewesen seien, berichtet Zootierarzt Marco Roller. "Wir haben Nanda in den vergangenen Wochen intensiv betreut, uns aber nach einer weiteren Untersuchung gemeinsam mit dem Zoodirektor entschlossen, sie einzuschläfern und ihr damit Leiden zu ersparen", erläutert Lukas Reese, ebenfalls Zootierarzt.

Nur noch eine Elefantenkuh im Karlsruher Zoo

Aktuell ist mit Elefantenkuh Jenny nur noch ein Tier in der Anlage. Man werde sicher wieder neue Tiere in der Altersresidenz aufnehmen, damit lasse sich der Zoo aber etwas Zeit, erklärte Reinschmidt. Auch wenn der Tod von Tieren in einer Altersresidenz immer mit dazugehöre, trauere das Team im Zoo um so ein charismatisches Tier. Gerade das Tierpflegerteam solle jetzt erst einmal zur Ruhe kommen.

Elefantenkuh wird in München obduziert

Der Körper des eingeschläferten Tiers wird nun im Institut für Tierpathologie der Ludwig-Maximilians-Universität München untersucht. Das sei bei Zootieren üblich und wichtig", erklärte Zootierarzt Roller. Durch solche Obduktionen würden weitere Erkenntnisse über das Tier gewonnen und könnten so eventuell sogar in die weitere Elefantenhaltung einfließen.

Karlsruhe

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