Schlittenhunde im Portrait (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa Bildfunk, Foto: Jens Kalaene)

Untersuchung soll mysteriösen Tod von Hunden klären

Todesursache der zwölf Schlittenhunde in Dobel weiter unklar

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Wolfgang Hörter

Die Todesursache von zwölf Schlittenhunden in Dobel ist weiter unklar. Die Tierkörper wurden am Dienstag auf Anweisung der Polizei ausgegraben, um sie untersuchen zu lassen.

Die toxikologische Analyse der Tierkörper wurde inzwischen vom Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe an die Partner-Behörde in Freiburg weitergegeben. Mit einem Ergebnis ist laut Polizei erst in einigen Wochen zu rechnen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Tierquälerei. Die Tierleichen waren am Dienstag auf einem Grundstück in Dobel (Kreis Calw) ausgegraben worden. Als Todesursache stehen Vergiftung oder Ersticken der Tiere im Raum.

Die "Bild" hatte zuerst über den Vorfall berichtet. Er soll sich bereits im Juli ereignet haben, als die Hundebesitzerin mit 26 Hunden in Dobel unterwegs war. Sie fand die zwölf Schlittenhunde demnach morgens tot in ihren Boxen.

Tierschutzorganisation PETA erstattet Anzeige

Die für die Region zuständige Staatsanwaltschaft Tübingen führt seit Mitte August ein Strafermittlungsverfahren, wie ein Sprecher der Anklagebehörde am Mittwoch sagte.

Inzwischen hat die Tierschutzorganisation PETA bekannt gegeben, dass sie die Anzeige Ende August erstattet habe - aufgrund von Hinweisen eines Informanten. Nach Ansicht von PETA seien die Hunde über Nacht in ihren Transportboxen in einem Fahrzeug erstickt. Anschließend seien sie vergraben worden, um weitere Untersuchungen zu vermeiden. Die Berichte über eine Vergiftung in Dobel seien demnach falsche Behauptungen.

Schlittenhundeverband: Tiere augenscheinlich vergiftet

Der Schlittenhundeverband VDSV schreibt in einer Erklärung, dass die Hunde augenscheinlich in Dobel vergiftet worden seien, und sagt deshalb ein für Dezember dort geplantes Hunderennen ab. Die Sicherheit der Tiere sei nicht zu gewährleisten.

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Wolfgang Hörter