Tag des offenen Denkmals 2022 (Foto: SWR, SWR)

Einblicke hinter sonst verschlossene Türen

Vielfältiges Programm am Tag des offenen Denkmals in der Region Karlsruhe und Pforzheim

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AUTOR/IN
Peter Lauber

Einmal hinter die Fassaden von normalerweise unzugänglichen Baudenkmälern blicken – das ermöglicht am Sonntag wieder der Tag des offenen Denkmals.

Gärten, Schlösser und Kirchen, Ruinen, Industriebauten und historische Werkstätten - überall soll aufgezeigt werden, welche Spuren menschlichen Handelns über die Jahrhunderte hinweg hinterlassen wurden. Viele Städte und Gemeinden in der Region bieten dazu ein umfangreiches Angebot. In diesem Jahr steht der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto "Kulturspur – ein Fall für den Denkmalschutz".

Historische Orgeln und Bunkeranlage in Karlsruhe

Ín Karlsruhe erstreckt sich das Programm von Führungen durch die Karlsburg, den Prinz-Max-Palais oder den historischen Teil des Rheinhafens bis zur Schatzsuche für Kinder im Badischen Landesmuseum. Auch das ehemalige Stephanienbad in Bulach, die Ölmühle in Grötzingen und der Botanische Garten ermöglichen Einblicke hinter sonst verschlossene Türen.

Traditionell wird zu einem Orgelspaziergang eingeladen: Acht Kirchen in der Karlsruher Innenstadt bieten nacheinander 30-minütige Orgelkonzerte an historischen Instrumenten an. Und bei einem Rundgang durch den Hauptbahnhof wird an das Schicksal der jüdischen Bevölkerung erinnert; der dortige Bahnhofsbunker diente als Sammelort vor der Deportation.

Tag des offenen Denkmals 2022 (Foto: SWR)
Bezirkskantor Johannes Blomenkamp an der Orgel der Altstadtkirche in Durlach

Särge, Scherben und Storchenturm

In Rastatt kann der Westwallbunker besichtigt werden, das Archäologische Landesmuseum zeigt Schätze aus seinem Fundarchiv, und das Riedmuseum in Ottersdorf präsentiert Funde aus der Merowingerzeit. In Baden-Baden laden der Alte Fürstenbahnhof, das Brahmshaus und das das historische Leuchtengeschäft Candela zu einem Besuch ein. In Gernsbach kann der Storchenturm besichtigt werden, in Malsch die alte Schmiede.

Tag des offenen Denkmals 2022 (Foto: SWR)
Auch die Klosterruine Frauenalb gibt am Tag des offenen Denkmals einige ihrer Geheimnisse preis

Die Grablege des Hauses Baden wird in der Pforzheimer Schlosskirche geöffnet. Mit einer Kunsthistorikerin können Interessierte einen Stadtrundgang zum Thema Wiederaufbau unternehmen. Und der Gasometer in Pforzheim nimmt Besucher mit auf eine Zeitreise "von der Rußschleuder zum modernen Ausstellungsort." In Bad Herrenalb gibt es Führungen durch die Klosterruine, in Bruchsal durch Schloss, Schießhaus und eine alte Schuhmacherwerkstatt.

Das komplette Programm am Tag des offenen Denkmals in der Kulturregion Karlsruhe finden Sie hier sowie auf der Seite der Stadt Pforzheim.

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