Hiweisweisschild zur Maskenpflicht in der Straßenbahn (Foto: SWR)

Strengere Corona-Vorschriften im Nahverkehr

Karlsruher zeigen Verständnis für 3G-Regeln in Bus und Bahn

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Voraussichtlich ab Mittwoch gilt für die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln 3G - so auch im Karlsruher Verkehrsverbund. Wer Bus oder Bahn fahren will, muss geimpft, genesen oder getestet sein.

Das hat der Bundestag beschlossen und der Bundesrat hat vor dem Wochenende zugestimmt. Doch von der neuen Regelung sind nicht alle begeistert. Die Maskenpflicht gilt in Bus und Bahn weiterhin. Doch wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht künftig einen negativen Corona-Test. Und der Nachweis eines Schnelltests darf nicht älter als 24 Stunden sein.

Fahrgäste zeigen weitgehend Verständnis

Das neue Gesetz stößt bei den Fahrgästen in Karlsruhe offenbar weitgehend auf Verständnis. "Wenn man sich die Inzidenzen anschaut und sieht wie die Intensivstationen immer voller werden, muss man ja irgendetwas machen," so ein Fahrgast des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV). Ein weiterer meint: "Um zu verhindern, dass nahe beieinander sitzende Leute sich anstecken, habe ich volles Verständnis dafür. Ich find's gut."

SWR Reporter Wolfgang Hörter berichtet aus Karlsruhe:

Unklar ist noch, wer die Tests kontrollieren soll. Alleine in Karlsruhe nutzen täglich eine halbe Million Fahrgäste die Busse und Bahnen. Generelle Zutrittskontrollen seien da nicht möglich, sagt der Branchenverband. Der Nachweis ist auf Verlangen vorzuzeigen. Verantwortlich für die Kontrollen sind nach dem Gesetz die Unternehmen - trotz aller Warnungen, ihre Mitarbeiter seien keine 3G-Polizei.

"Die Maskenpflicht kontrollieren wir als Branche, aber diese hoheitliche Aufgabe für die Testpflicht, die muss Polizei, Ordnungsamt oder Bundespolizei übernehmen."

Denkbar seien demnach in erster Linie Stichproben, ähnlich wie bei Fahrscheinkontrollen. Gespräche zwischen den Behörden und den Verkehrsbetrieben laufen bereits. Noch steht nicht ganz fest, ab wann 3G in Bussen und Bahnen gilt. Die Bundesregierung geht von Mittwoch aus. Es hängt aber auch davon ab, wann Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das geänderte Infektionsschutzgesetz unterzeichnet. Mit einem Inkrafttreten sei nicht vor Mitte der Woche zur rechnen, hieß es aus dem Präsidialamt.

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