Sternsinger mit bunten Gewäändern und goldenen Ktronen in Neureut (Foto: SWR)

Sternsinger unterwegs in der Region

Die Heiligen Drei Könige mit Maske in Karlsruhe, Pforzheim und Baden-Baden

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Die traditionellen Sternsingeraktionen finden in diesem Jahr auch im Raum Pforzheim, Rastatt oder Karlsruhe wieder statt. Wegen Corona gibt es verschärfte Bedingungen.

Zwischen Neujahr und dem Dreikönigstag ziehen Kinder und Jugendliche aus katholischen Kirchengemeinden in Pforzheim von Haus zu Haus, um mit Kreide einen Segen an der Haustüre anzubringen und gleichzeitig Spenden für die Missionsarbeit zu sammeln. Die diesjährige Aktion steht unter dem Motto "Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit".

In Gaggenau muss man den Besuch anmelden

Damit machen die Sternsinger auf die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika aufmerksam. In Gaggenau müssen sich Haushalte vorher anmelden, wenn sie einen Hausbesuch der Sternsinger haben wollen. Bei einem Besuch sagen die Sternsinger ihren Segensspruch auf oder bringen kontaktlos den Segen an der Haustür an.

Obwohl immer von den Heiligen Drei Königen gesprochen wird, ist in der Bibel nicht von ihnen die Rede. Das Matthäus-Evangelium überliefert, dass Weise oder Sterndeuter aus dem Morgenland zur Krippe kamen, um Jesus anzubeten. Dass es sich um drei gehandelt haben soll, wurde aus der Zahl und der Kostbarkeit der Geschenke - Gold, Weihrauch und Myrrhe - abgeleitet.

Der goldene Sarg im Kölner Dom

Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar erhielten die drei "Könige" wohl um das 8. Jahrhundert herum. Später wurde einer von ihnen, oft Caspar, mit dunkler Hautfarbe dargestellt. Nach katholischer Überlieferung fanden sie ihre letzte Ruhe in einem goldenen Sarg im Kölner Dom. Jedes Jahr am 6. Januar können Besucher einen Blick auf die darin enthaltenen Gebeine werfen.

Der Dreikönigsschrein im Kölner Dom  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Oliver Berg)
Der Dreikönigsschrein im Kölner Dom picture alliance/dpa | Oliver Berg

Bei der Sternsinger-Aktion zu Beginn jedes Jahres ziehen Hunderttausende Kinder als Heilige Drei Könige verkleidet von Haus zu Haus und sammeln Spenden für Bedürftige in aller Welt. Vor allem in katholischen Regionen ist das Sternsingen weit verbreitet, aber oft beteiligen sich auch evangelische Kirchengemeinden. Wegen der Corona-Pandemie wird dieses Mal fast überall auf diesen Brauch verzichtet.

Eines der ältesten christlichen Feste

Das Dreikönigsfest erinnert auch an Jesus in der Krippe, also nach christlichem Glauben an das Erscheinen Gottes in der Welt. Daher wird der Tag auch Epiphanias genannt - abgeleitet vom griechischen Wort "epiphaneia" für "Erscheinung". Das Dreikönigsfest ist eines der ältesten christlichen Feste und geht auf heidnische Bräuche zurück. Die alten Ägypter beispielsweise feierten an diesem Tag die Geburt des Sonnengottes.

Sternsinger in Leutkirch (Foto: SWR, Moritz Kluthe)
Sternsinger in Leutkirch Moritz Kluthe

Einige orthodoxe Christen feiern in der Nacht zum 7. Januar das Weihnachtsfest. Die russisch-orthodoxe Kirche begeht Weihnachten nach dem julianischen Kalender und damit 13 Tage nach den katholischen und protestantischen Christen. Auch die serbischen, georgischen und ukrainischen Orthodoxen sowie einige weitere Kirchen, die nicht der gregorianischen Kalenderreform gefolgt sind, feiern die Geburt Christi in der Nacht zum 7. Januar.

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SWR