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Vor wenigen Tagen wurden in Dettenheim (Kreis Karlsruhe) sieben Steinkäuze ausgewildert. Naturschützer sehen die kleine Eule als Symbol für einen bedrohten Lebensraum - die Streuobstwiese.

Seit Jahrzehnten geht der Bestand an Steinkäuzen in Nordbaden zurück - sagt die Interessengemeinschaft Steinkauz, ein Zusammenschluss mehrerer Vogel- und Naturschutzvereine in der Region Karlsdorf-Neuthard/Dettenheim. Grund sei, dass durch immer intensivere Landwirtschaft, zu der auch Flurbereinigungen gehören, der Lebensraum des Steinkauzes mehr und mehr verschwindet. Dazu zählen insbesondere Streuobstwiesen.

Die IG Steinkauz züchtet Steinkäuze, zieht die Jungen groß, bereitet sie auf das Leben in der Natur vor und wildert sie dann aus, so wie kürzlich in Dettenheim:

Mehr Einsatz für Streuobstwiesen gefordert

Die Naturschützer betrachten den 15 bis 16 Zentimeter großen Vogel mit den leuchtend gelben Augen als Symbol für tausende Tier- und Pflanzenarten, die bedroht sind, weil es nicht genügend Streuobstwiesen gibt, auch wenn in den vergangenen Jahren bereits ein Umdenken stattgefunden hat. Dennoch fordert die IG Steinkauz auch von den Kommunen, mehr für den Erhalt von Streuobstwiesen zu tun. Und als Verbraucher kann man unterstützen, indem man den Saft von Streuobstwiesen kauft.

Biodiversität Wertvolle Streuobstwiesen

Viele Streuobstwiesen liegen brach, weil sie schwer zu bewirtschaften sind. Damit gehen nicht nur Obstbaum-Raritäten verloren, sondern auch ein wertvoller Lebensraum. Denn in Streuobstwiesen hat man mehr als 5.000 verschiedene Arten gezählt.  mehr...

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Jungvögel bald flügge Nothilfe für Steinkäuze rund um den Kaiserstuhl

Heimische Vögel wie etwa der Steinkauz sind in Südbaden selten geworden. Der Bestand erholt sich langsam, auch dank einer Naturschutzgruppe aus Merdingen, die sich seit über 20 Jahren um die kleinen Eulen kümmert.  mehr...

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