Weihnachtsshow in Karlsruhe (Foto: Pressestelle, Weihnachten neu erleben e.V. / Jens Arbogast)

Veranstaltungen bei hohen Corona-Infektionszahlen

Weihnachtsmusical in Karlsruhe wegen Corona kleiner als geplant

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In Conona-Zeiten Veranstaltungen zu planen, ist eine unsichere Sache. Kurzfristig muss oft umgeplant werden, so auch beim Karlsruher Weihnachtsmusical "Weihnachten neu erleben" und bei einem Benefizkonzert in Bruchsal.

Im letzten Jahr konnte das Weihnachtsmusical "Weihnachten neu erleben", an dem 2.000 Ehrenamtliche aus dem Raum Karlsruhe mitwirken, nur online stattfinden. In diesem Jahr soll es nun live über die Bühne gehen – allerdings unter völlig anderen Rahmenbedingungen angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen.

Musical in der Messe Karlsruhe kleiner geplant

80.000 Zuschauer sollten in diesem Jahr in der dm-Arena in der Messe Karlsruhe das Musical sehen. Doch davon ist schon lange keine Rede mehr. Nun wird die Aufführung in zehn kleinere Aufführungen gesplittet. Eine Riesen-Aufgabe für alle.

"Für mich persönlich ist da das Spannungsfeld zwischen Durchführung und Risiken."

Die lange Vorbereitung und die viele Arbeit, die Ehrenamtliche in das Projekt gesteckt haben, soll nicht umsonst gewesen sein. Denn mit dessen Gewinn sollen Kinder- und Jugendeinrichtungen für sozial Schwächere unterstützt werden.

Weihnachten neu erleben in Karlsruhe (Foto: Pressestelle, Weihnachten neu erleben/Jeff Mirkes)
Rund 80.000 Zuschauer sollten das Live-Musical in der Karlsruher dm-Arena sehen. Pressestelle Weihnachten neu erleben/Jeff Mirkes

Viele geben ihr Ticket für das Weihnachtsmusical zurück

Bei halber Auslastung und unter Einhaltung von Abstandsregeln könne man maximal 4.800 Tickets pro Aufführung vergeben. Allerdings werde man das vermutlich nicht schaffen, sagt Hoffmann. Denn die zehn Termine sind nicht ausgebucht und mehr und mehr gebuchte Tickets würden zurückgegeben.

"Viele bleiben aus Sorge zu Hause."

Dennoch wolle man die Planung nun durchziehen, wenn es erlaubt bleibt. Auch deshalb, weil parallel zu den Aufführungen in der dm-Arena eine Fernsehshow produziert wird. "Wir sparen kein Geld, wenn wir absagen", sagt Michael Hoffmann. Die Kosten seien bereits da, der Löwenanteil über Sponsoren abgedeckt. Die Tickets werden kostenlos abgegeben, Besucher können freiwillig spenden.

Veranstalter sind Beschimpfung ausgesetzt

Zur Arbeit der vergangenen Monate zählte auch, dass einige Musical-Darsteller ersetzt werden mussten, da sie nicht geimpft waren. Denn auch für die Proben gilt schon seit zwei Monaten die 2G-Plus-Regel plus Maske. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sei die Gesamtlage katastrophal.

"Ich schlafe keine Nacht mehr durch, weil ich spüre, dass wir keine Sicherheit mehr haben."

Zu der Belastung hinzu kommen dann auch noch Beschimpfungen auf Facebook zum Beispiel als "Faschist" – einfach deshalb, weil beim Live-Musical die 2G-Plus-Regel plus Maske gilt, Ungeimpfte also keinen Zutritt haben. Für die Organisatoren ist das Musical bereits das zweite unter Corona-Bedingungen. Im vergangenen Jahr musste die geplante Aufführung abgesagt werden und konnte ausschließlich online aufgeführt werden.

Sinfonie-Orchester-Konzert in Bruchsal findet nur online statt

Nur noch online stattfinden wird ein weiteres großes Event für einen guten Zweck in Bruchsal. Der Lions-Club Stutensee-Hardt plant seit zwei Jahren ein gemeinsames Konzert des Jugend-Sinfonieorchesters der Musikschule Bruchsal mit dem Sinfonieorchester 1837 Bruchsal. Der Erlös zweier geplanter Konzerte mit 800 beziehungsweise 700 Zuschauern in Bruchsal und Weingarten sollte der Arista-Hospiz-Stiftung in Bruchsal zugute kommen.

"Wir sind kurz vor der Ziellinie herunter gebremst worden."

Alle, die etwas davon verstehen, haben uns von der Veranstaltung abgeraten. Und da man Verantwortung für die Besucher spüre, habe man schweren Herzens abgesagt, obwohl Plakate, Flyer und Tickets schon gedruckt waren.

Video zum Konzert über Webseiten abrufbar

Nun wird es ein Konzert ohne Zuschauer in Bruchsal geben, das dann aufgezeichnet wird. Eine Woche später soll es dann wahrscheinlich auf YouTube verfügbar sein. Über alle Kanäle des Jugend-Sinfonieorchesters, des Sinfonieorchesters 1837 und des Lions-Clubs Stutensee-Hardt versuche man, Werbung zu machen und Spendengelder einzusammeln. Das Video zum Konzert wird über diese Webseiten dann auch abrufbar sein.

"Wir sind keine Profis auf dem Gebiet."

Der Aufwand sei momentan schon sehr groß, aber zwei Jahre Vorbereitung und die Spendengelder für die Hospiz-Stiftung will man nicht einfach über Bord werfen.

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