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Das zweite Schuljahr unter Coronabedingungen geht langsam zu Ende. Viele Schülerinnen und Schüler stehen kurz vor ihrem Abschluss. Die Schulleiterin eines Östringer Gymnasiums schaut mit Sorge auf das kommende Schuljahr.

Wo früher ausgelassen gefeiert und überschwenglich gejubelt wurde, da stehen heute die Jugendlichen mit Masken lustlos im Foyer des Östringer Leibniz-Gymnasiums. Keine Feier, keine Streiche. Nicht mal Abisprüche haben sie zu bieten. Das erneute Corona-Schuljahr hat seine Spuren hinterlassen.

"Jetzt geht es darum das alte Schuljahr zu Ende zu bringen und dann geht es in die Planung. Da sind wir schon dabei."

Keine konkreten Vorgaben vom Land

Konkrete Vorgaben vom baden-württembergischen Kultusministerium für September gebe es noch keine. Viele verweisen darauf, dass niemand aktuell wissen kann, wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird. Doch die Forderungen an die Landesregierung sind ganz klar.

"Dass die Schulen offen bleiben können, das ist für uns das Wichtigste! Dass man alle Maßnahmen ausschöpft, um auch die Schulen offen zu lassen unter Pandemie-Bedingungen."

Schule hat enorme Bedeutung für psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Besonders das vergangene Schuljahr habe gezeigt, wie wichtig Schule für die Schüler ist, so die Schulleiter. Von Suizid-Androhungen über fundamentale Ängste bis hin zu Problemen den Alltag zu bewältigen gehe die Palette einer Generation, die irgendwann diese Gesellschaft tragen und große Probleme lösen muss. Deshalb sei es wichtig, dass die Schulen auch bei steigenden Zahlen offenbleiben.

"Viel mehr Kinder und Jugendliche kommen mit Problemen als vorher. Und da haben wir ganz arg mit zu kämpfen. Wir sind hier mit ganz vielen Eltern im Gespräch, mit Jugendämtern, mit Therapeuten."

Ein Projekt namens Rückenwind soll wohl zu Beginn des nächsten Schuljahres aufgestellt werden, um an manchen Stellen Lücken aufzuholen. Aber mehr als der Name ist noch nicht bekannt. In Östringen sei man auf alles vorbereitet und technisch ausgerüstet. Jetzt plane man wie in einem ganz normalen Schuljahr sogar mit Arbeitsgemeinschaften und Klassenfahrten und vielen weiteren Aktivitäten, wenn die Pandemie es zulässt.

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